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Deutsche Aktien kaum verändert erwartet

Börsianer gehen davon aus, dass der Dax um die Marke von 5 000 Punkten pendeln wird. Sie erwarten leicht volatile Märkte

rtr FRANKFURT. Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Donnerstag kaum verändert in die Sitzung starten. "Es gibt keine großen Nachrichten, die den Markt bewegen könnten", sagte ein Händler. Das Marktgeschehen werde hauptsächlich im Zeichen des am Freitag anstehenden dreifachen Verfallstermin von Futures und Optionen stehen, weswegen auch die Umsätze anziehen sollten. "Es wird dadurch wahrscheinlich etwas volatil werden, wobei wir uns letztendlich aber um die Marke von 5 000 Punkten bewegen sollten", fügte der Börsianer hinzu.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) vorbörslich mit 4 987 Punkten, nach einem Schluss bei 4 984 Zählern am Mittwoch. Die Indikationen der Deutschen Bank lagen bei 4985 Zählern, das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 4 993 Punkten. Der Nemax 50 berechnete die Citibank mit 1173 Zählern, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes am Vortag bei 1 184 Punkten aus dem Handel gegangen war. Lang & Schwarz sah ihn bei 1 188 Zählern.

Der Dax hatte am Vortag mit einem Verlust von rund einem Prozent geschlossen, der Nemax50 hatte um 2,7 % nachgegeben. In den USA waren die Aktienmärkte uneinheitlich aus der Sitzung gegangen. Der Dow-Jones-Index schloss 0,72 % im Plus auf 10 070,49 Zählern, während der technologielastige Nasdaq-Index 1,09 % im Minus auf 1982,89 Punkten aus dem Handel ging.

"Die schlechte Stimmung, die wir gestern im Tech-Sektor in den USA hatten, könnte anhalten und im Tagesverlauf die Technologiewerte etwas belasten", sagte ein Händler. Keine Auswirkungen dürfte indes der geringer als erwartet ausgefallene Quartalsverlust des weltgrößten Taschencomputer-Herstellers Palm Inc. haben. "Palm ist nicht so ein großes Licht am Markt, deswegen dürfte das hier weniger von Interesse sein", sagte ein Händler. Anlegerinteresse könnten die Aktien des weltweit fünftgrößten Handelskonzerns Metro auf sich ziehen, nachdem das Unternehmen seine Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr 2001 bekräftigt hatte. "Das, was wir in der Bilanzpressekonferenz im Frühsommer prognostiziert haben, können wir erreichen", sagte Metro-Chef Hans-Joachim Körber in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) (Donnerstagausgabe).

Am Neuen Markt dürften die Papiere des Biotechnologieunternehmens Morphosys Händlern zufolge von einer zukünftigen Kooperation mit dem Berliner Pharmakonzern Schering profitieren. Die dreijährige Zusammenarbeit die Entwicklung von Antikörper-Therapeutika und in-vivo Diagnostika, teilte die im Nemax 50 gelistete Morphosys am Donnerstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Im vorbörslichen Handel bei Lang & Schwarz notierten Morphosys-Aktien um rund zehn Prozent fester. Große Auswirkungen auf den Aktienkurs von Schering dürften jedoch ausbleiben. "Bei solchen Kooperationen profitieren eher die kleineren Partner", sagte ein Frankfurter Händler.

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