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Deutsche Aktien vor möglichem US-Wahlentscheid verhalten

Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag vor der Entscheidung des Obersten Gerichtshof der USA über ein mögliches Ende im Streit um die US-Präsidentenwahl verhalten gezeigt.

Reuters FRANKFURT. Zudem sei der Deutsche Aktienindex (Dax) von Gewinnmitnahmen im Technologiesektor belastet, die auch durch Kurszuwächse bei der Deutschen Telekom nicht aufgefangen würden, sagten Händler.

Das Kursbarometer Dax lag gegen Mittag mit 0,14 % im Minus bei 6 772 Punkten.

Der Neue Markt präsentierte sich dagegen im Zuge der guten Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq freundlich, aber über seinem Tageshoch.

Der Oberste Gerichtshof in den USA hatte sich am Montagabend nach der Anhörung der Anwälte der beiden Präsidentenkandidaten zu Beratungen zurückgezogen. Wann das Gericht sein Urteil fällt, war unklar. Es wird jedoch erwartet, dass die neun Richter sich im Laufe des Dienstags entscheiden werden. "Die US-Wahl verursacht immer noch Unsicherheit", sagte Alexander Koch, Händler bei KBC Bank. Es wäre gut, wenn dies Thema den Markt nicht mehr beeinflusse, fügte ein anderer Händler hinzu.



Leichte Konsolidierung

Es finde eine leichte Konsolidierung nach den jüngsten Kursgewinnen statt, hieß es weiter. Der Markt sei zwar immer noch vorsichtig und Schwankungen unterlegen. Dennoch sei etwas von der großen Schwankungsanfälligkeit verloren gegangen und die Stimmung habe sich zum positiven verändert. Die meisten Händler erwarten einen anhaltenden Aufwärtstrend bis zum Ende des Jahres.

Der besonders schwankungsanfällige Technologiesektor präsentierte sich am Dienstag uneinheitlich. Kursgewinne bei Marktschwergewicht Deutsche Telekom konnten Gewinnmitnahmen bei Epcos und SAP nicht wett machen.



Technologiesektor präsentiert sich uneinheitlich

Die T-Aktie verteuerte sich um rund drei Prozent auf 40,75 Euro. Epcos verbilligten sich dagegen um rund drei Prozent auf 113,75 Euro und SAP um 1,85 % auf 186,30 Euro. Auch der Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern Bayer gehörte zu den Verlierern. Die Papiere gaben um 3,71 % auf 53 Euro nach.

Die Aktien des Autobauers Daimler-Chrysler sind am Dienstag bei starken Umsätzen weiter um 2,41 % auf 50,91 Euro gestiegen. Es befinde sich ein großer US-Käufer im Markt, sagte ein Händler. Die meisten negativen Nachrichten über die US-Tochter Chrysler seien zudem bereits eingepreist, sagte ein anderer Börsianer. Es bestehe die Möglichkeit, dass nun eine Kurserholung einsetze.



Neuer Markt zeigte sich freundlich

Der Neue Markt präsentierte sich im Sog der guten Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq, die am Montag um mehr als drei Prozent zugelegt und erstmals seit Ende November über 3 000 Punkten geschlossen hatte, freundlich. Der alle Werte des Segments umfassende Nemax-All-Share legte um 0,55 % auf 3 298 Punkte zu, der Blue-Chip-Index des Segments Nemax 50 um 0,69 % auf 3 498 Zähler.

Die Aktien des Biotechnologieunternehmens Plasmaselect holten Händlern zufolge die Kursgewinne, die andere Biotechnologieunternehmen in den vergangenen Tagen vorgelegt hatten, nach. Die Papiere stiegen um 18,98 % auf 12,85 Euro.

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Die Titel von Metabox legten nach Angaben von Händlern auf Grund von Käufen spekulativ orientierter Anleger deutlich zu. Das Papier verteuerte sich um knapp zehn Prozent auf 8,04 Euro.

Die mittelgroßen Werte tendierten leichter. Der MDax fiel um 0,69 % auf 4 734,15 Punkte.



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