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Deutsche Anleihen: Schwächer nach Zinserhöhung in China

Der deutschen Rentenmarkt hat am Donnerstagabend seine nach der überraschenden Leitzinserhöhung in China erlittenen Verluste eingedämmt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future gab bis 17.40 Uhr um 0,09 Prozent auf 116,73 Punkte nach.

dpa-afx FRANKFURT. Der deutschen Rentenmarkt hat am Donnerstagabend seine nach der überraschenden Leitzinserhöhung in China erlittenen Verluste eingedämmt. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future gab bis 17.40 Uhr um 0,09 Prozent auf 116,73 Punkte nach. Zeitweise war der Future bis auf 116,40 Zähler und damit auf den tiefsten Stand seit gut einer Woche abgesackt. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,014 Punkte auf 3,884 Prozent.

Die erste Zinserhöhung der chinesischen Notenbank seit mehr als neun Jahren löste am Rentenmarkt die Sorge vor einem Ende der hohen Öl- und Rohstoffpreise aus. Mit der Zinserhöhung habe China die Bremse auf seine enorm gestiegene Rohstoffnachfrage getreten, sagte Anleihenexperte Simon Smith von 4cast.

Chinas starke Nachfrage gilt als einer der Hauptgründe für den rasanten Anstieg der weltweiten Ölpreise auf immer neue Rekordhöhen. Diese wiederum hatten die weltweiten Konjunkturaussichten gedämpft und die Anleihenkurse steigen lassen.

Der Schlüsselzinssatz für einjährige Yuan-Kredite wurde um 0,27 Punkte auf 5,58 Prozent angehoben, teilte die Notenbank in Peking mit. Zuletzt wurde dieser Zinssatz Mitte 1995 angehoben. Gleichzeitig wurde der Satz für einjährige Einlagen um 0,27 Punkte auf 2,25 Prozent erhöht.

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