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Deutsche Anleihen: Schwächer - Schwache US-Konjunkturdaten bewegen nicht

Der deutsche Rentenmarkt ist am Donnerstag im Nachmittagshandel deutlich gesunken. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis gegen 17.40 Uhr um 0,25 % auf 115,79 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,034 Punkte auf 4,064 %.

dpa-afx FRANKFURT. Der deutsche Rentenmarkt ist am Donnerstag im Nachmittagshandel deutlich gesunken. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future fiel bis gegen 17.40 Uhr um 0,25 % auf 115,79 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg um 0,034 Punkte auf 4,064 %.

"Die überwiegend schwachen Konjunkturdaten aus den USA sind vom Markt ignoriert worden", sagte Anleihenexperte Bac Van Luu von bei der Landesbank Baden-Württemberg. Zur Zeit sei der Markt bereits sehr hoch bewertet. Alle Augen richteten sich auf den Arbeitsmarktbericht aus den USA, der am Freitag veröffentlicht wird. Dieser dürfte auch die Richtung in den kommenden Wochen vorgeben.

Die in der vergangenen Woche stärker als erwartet gestiegenen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung hätten den Markt nicht bewegt, da sie nicht mehr den Zeitraum des Arbeitsmarktberichts abdeckten. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA war überraschend gestiegen. Sie wuchs um 19 000 auf 362 000.

Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) habe am Markt kaum eine Rolle gespielt, sagte Bac Van Luu. Die Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in der Pressekonferenz seien in etwa wie erwartet ausgefallen. Die Lbbw erwartet wie bisher im weiteren Jahresverlauf keine Leitzinserhöhung mehr.

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