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Deutsche BA geht gegen Lufthansa vor

Angesichts des geplanten Einstiegs des Flugunternehmens beim Mitbewerber Eurowings befürchtet die Deutsche BA nun eine Monopolstellung des Konkurrenten für den innerdeutschen Luftverkehr.

dpa-afx MÜNCHEN/FRANKFURT/DORTMUND. Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft habe deshalb bei EU-Kommission und Bundeskartellamt förmlich Beschwerde eingelegt, sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen BA Luftfahrtgesellschaft mbH, Adrian Hunt, am Donnerstag in München.

Die Lufthansa rechnet mit einer Genehmigung der Behörden: "Wir können dem Kartellamt zeigen, dass die Konkurrenz im europäischen Flugverkehr durch die Beteiligung steigen wird", sagte das für Streckenverbindungen zuständige Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG, Ralf Teckentrup.

Hunt kritisierte das Vorgehen der Deutschen Lufthansa. Einziges Ziel der geplanten Beteiligung bei Eurowings sei es, einen der noch verbliebenen unliebsamen Wettbewerber auszuschalten. Die Deutsche BA habe auch das Bundesverkehrsministerium eingeschaltet. Eurowings wollte zu den Vorwürfen am Donnerstag in Dortmund keine Stellung nehmen.

"Rückkehr zum Lufthansa-Monopol"

Die Deutsche Lufthansa AG will sich zum 1. Januar 2001 mit 24,9 % bei der Eurowings Luftverkehrs AG (Dortmund/Nürnberg) beteiligen. Wird die Beteiligung an der drittgrößten deutschen Fluggesellschaft verwirklicht, "würde Lufthansa 80 % des innerdeutschen Flugverkehrsmarkts beherrschen", sagte Hunt. Das sei nichts anderes als "die Rückkehr zum altbekannten, schädlichen Lufthansa-Monopol im innerdeutschen Luftverkehr".

Diesem Vorwurf fehle jeder Maßstab für die tatsächlichen Wettbewerbsverhältnisse, entgegnete Teckentrup. "Der Flugverkehr ist so international, dass ein innerdeutscher Vergleich ohnehin abwegig ist. Der innerdeutsche Anteil am europäischen Luftverkehr ist marginal." Außerdem zwinge die Konkurrenz von Bahn und Auto ohnehin jede Fluglinie zu niedrigen Preisen auf den vergleichsweise kurzen Strecken in Deutschland.

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