Deutsche Bahn baut eigenes GSM-Netz auf
Mobilfunk verbessert Kommunikation zwischen Zügen und Stellwerken

Mit einem neuen digitalen Funknetz will die Deutsche Bahn für reibungslosere Abläufe beim Bahnverkehr und für mehr Sicherheit sorgen.

hsn. Das Unternehmen baut zurzeit bundesweit eine Spezialversion des bekannten GSM-Mobilfunknetzes, um die 25 000-km-Bahnstrecke mit einer einheitlichen Technik zu versorgen. Das so genannte Global System for Mobile Communications-Rail - kurz GSM-R - wird die internen Kommunikationsabläufe der Bahn verbessern.

Seit knapp 30 Jahren läuft die Verständigung zwischen Zügen, Stellwerken und Rangierbahnhöfen über acht verschiedene analoge Systeme. Diese gelten jedoch als störanfällig und basieren zudem auf unterschiedlichen Standards. Die Bahn will bei GSM-R zunächst mit klassischen Funktionen wie Zug- und Rangierfunk starten. Bis Ende 2004 soll die gesamte Fahrzeugflotte auf das neue System umgerüstet sein - im Jahr darauf plant das Unternehmen, das analoge Netz abzuschalten.

Der Bahnkunde wird jedoch nicht direkt von dem neuen Mobilfunknetz profitieren. "Das Einbuchen in das private GSM-Netz der Bahn ist aus telekommunikationsrechtlichen Gründen nicht erlaubt", sagt Norbert Becker, Geschäftsführer von Arcor-DB Telematik. So müssen Mobiltelefonierer auch weiter damit leben, dass bei hohen Geschwindigkeiten im Zug die Funkverbindung abreißt. "Dieses Problem zu lösen ist ohnehin nicht unsere Aufgabe, sondern die der Mobilfunkbetreiber", sagt Becker.

Quelle: Handelsblatt

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