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Deutsche Bank 24 kann Ertragssteigerung nicht fortsetzen

Der Vorstandssprecher der Deutschen Bank 24, Herbert Walter, ist zuversichtlich, im laufenden Geschäftsjahr das Ergebnis des Vorjahres zu erzielen.

vwd FRANKFURT. "Wir denken, dass wir für das Gesamtjahr 2001 in etwa das Ergebnis des Vorjahres erreichen werden", sagte er in einem Gespräch mit der Börsen-Zeitung (Dienstagausgabe). Damit würde die Retailtochter der Deutschen Bank in diesem Jahr nicht die deutliche Ertragssteigerung des Vorjahres fortsetzen. Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bank 24 das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge auf 380 Mill. Euro mehr als verdoppelt, davon wurden 296 (1999: 38) Mill. Euro an die Konzernmutter abgeführt.

Trotz der derzeit schwierigen Marktlage habe die Bank eine "gutes" erstes Halbjahr 2001 verzeichnet, so der Vorstandssprecher. In den ersten sechs Monaten habe das Kreditinstitut in Deutschland rund 300 000 Neukunden gewinnen können. Bei der Brokerage-Einheit Maxblue, die am 1. April die Marke Brokerage 24 ablöste, konnte die Bank rund 100 000 Neukunden gewinnen, 80 000 hätten sich für ein neues Investment-Depot entschieden. Das ist laut Walter mehr, als ursprünglich erwartet wurde. Ende dieses Jahres soll Maxblue etwa 500 000 Kunden (derzeit 380 000) umfassen.

Die Gesamtzahl der Kunden in Deutschland habe rund 7,6 Mill. per 30. Juni erreicht, in Europa beträgt die Zahl etwa 11,3 Mill. Beim Kundenwachstum ist der Vorstandssprecher auch für die zweite Jahreshälfte zuversichtlich: "Ich erwarte, dass wir über unserem Jahresziel von 7,7 Mill. Kunden liegen werden". Bis zum Jahr 2004 will die Deutsche Bank 24 europaweit 14 Mill. Kunden betreuen, darunter rund 9 Mill. in Deutschland. Bei den Erträgen habe die Bank in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um knapp fünf Prozent zugelegt, sagte Walter, ohne jedoch Angaben über die absoluten Beträge machen zu wollen.

Im vergangenen Jahr hatte das Institut den Zinsüberschuss auf 1,62 (1999: 1,36) Mrd. Euro erhöht; der Provisionsüberschuss stieg um knapp 17 % auf 937 Mill. Euro. Der Vorstandssprecher, der die Ertragslage seines Hauses als stabil bezeichnete, führt den jüngsten Geschäftsverlauf auf eine "positive" Entwicklung im Banking-Segment zurück. Dieser Bereich habe das Investmentgeschäft, also das Wertpapier- und Anlagegeschäft für Privatanleger, kompensiert.

Walter räumte ein, dass das Investmentgeschäft die Baisse an den Aktienmärkten gespürt habe. Dennoch ist er überzeugt, dass auch dieses Segment im weiteren Jahresverlauf wieder an Dynamik gewinnt. Sein Haus plane nicht, Maxblue an die Börse zu bringen. Walter führte u.a. die Vertriebsstruktur seiner Bank als Grund dafür an.

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