Archiv
Deutsche Bank baut Führungsetage um - Deutschland-Geschäft gestärkt

Die Deutsche Bank hat ihre Führungsetage umgebaut. Mit der Neuordnung des erweiterten Konzernvorstands (Group Executive Committee) will der Branchenprimus seine Geschäftsbereiche besser koordinieren und das Deutschland-Geschäft stärken. Das teilte die Bank am Dienstag in Frankfurt nach einer Klausurtagung der Führungsriege in Südfrankreich mit. Die Aufgaben im vierköpfigen Vorstand sind von den Veränderungen im Group Executive Committee (GEC), in dem neben den Vorstandsmitgliedern noch die sieben Bereichsleiter vertreten sind, ebenso wie Segmentberichterstattung nicht betroffen.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat ihre Führungsetage umgebaut. Mit der Neuordnung des erweiterten Konzernvorstands (Group Executive Committee) will der Branchenprimus seine Geschäftsbereiche besser koordinieren und das Deutschland-Geschäft stärken. Das teilte die Bank am Dienstag in Frankfurt nach einer Klausurtagung der Führungsriege in Südfrankreich mit. Die Aufgaben im vierköpfigen Vorstand sind von den Veränderungen im Group Executive Committee (GEC), in dem neben den Vorstandsmitgliedern noch die sieben Bereichsleiter vertreten sind, ebenso wie Segmentberichterstattung nicht betroffen.

Die Firmenkunden- und Investmentbank (CIB) werde ab sofort nicht mehr von einem vierköpfigen Komitee, sondern von dem Duo Michael Cohrs und Anshu Jain geleitet. Die Gesamtverantwortung für Deutschland wird der Firmenkundenexperte Jürgen Fitschen übernehmen. Der bislang für das Aktiengeschäft zuständige Kevin Parker wird Leiter der Vermögensverwaltung. "Mit den neuen Verantwortlichkeiten werden wir die Leistungen für unsere Kunden verbessern und das Gewicht der Regionen stärken", sagte Vorstandssprecher Josef Ackermann zu dem Umbau des erweiterten Vorstandes. "In Deutschland haben wir eine Struktur geschaffen, die einen verbesserten Auftritt in unserem wichtigen Heimatmarkt sicher stellt."

Neues Regionales Management-Komitee FÜR Deutschland

Die Bank könne sich nun neue Erträge erschließen und Kosten sparen. Nach Medienberichten soll das Einsparpotenzial in dreistelliger Millionenhöhe liegen. Mit dem Umbau verfolgt die Bank laut Ackermann konsequent das Ziel, bis 2005 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25 % zu erreichen. Der Kurs der Aktie stieg bis zum frühen Nachmittag um 0,62 % auf 60 ?.

Als erster Regionalverantwortlicher wird Fitschen künftig das Inlandsgeschäft an der Spitze eines neuen regionalen Management-Komitees leiten. Ackermann wolle mit diesem Schritt den lange vernachlässigten deutschen Markt wieder aufwerten und das Image des Branchenprimus aufpolieren, hieß es am Finanzplatz Frankfurt.

Hughes AUS Persönlichen Gründen Beurlaubt

Die beiden engen strategischen Berater des Vorstandschefs, Cohrs und Jain, sollen die vier Unterbereiche des Geschäfts enger anbinden. Jain leitet künftig den Aktien- und Anleihen-Handel - beide Bereiche wurden zusammengeführt. Die CIB erwirtschaftet rund 70 % der Konzernerträge. Nach wie vor wird die Privatkunden- und Vermögensverwaltung (Pcam) von einem dreiköpfigen Gremium gelenkt mit Rainer Neske und Pierre de Weck. Der dritte im Bunde und Leiter der Vermögensverwaltung, Tom Hughes, sei aus persönlichen Gründen beurlaubt worden und werde durch Parker ersetzt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%