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Deutsche Bank-Chefökonom warnt vor Folgen des hohen Ölpreises auf Konjunktur

(dpa-AFX) Berlin - Angesichts der rekordhohen Ölpreise hat der Chefvolkswirt der Deutschen Bank < DBK.ETR > , Norbert Walter, vor Einbußen beim Wachstum gewarnt. "Der hohe Ölpreis ist eines der großen Risiken für die Weltwirtschaft", sagte Walter der Berliner Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Der Ölpreis liege nun schon seit zwei Jahren auf einem Niveau, "dass durch Fundamentaldaten nicht gerechtfertigt werden kann". Geschädigt würden vor allem die hiesigen Konsumenten, die mehr Geld für ihre Energierechnung ausgeben müssten, sagte Walter.

(dpa-AFX) Berlin - Angesichts der rekordhohen Ölpreise hat der Chefvolkswirt der Deutschen Bank < DBK.ETR > , Norbert Walter, vor Einbußen beim Wachstum gewarnt. "Der hohe Ölpreis ist eines der großen Risiken für die Weltwirtschaft", sagte Walter der Berliner Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Der Ölpreis liege nun schon seit zwei Jahren auf einem Niveau, "dass durch Fundamentaldaten nicht gerechtfertigt werden kann". Geschädigt würden vor allem die hiesigen Konsumenten, die mehr Geld für ihre Energierechnung ausgeben müssten, sagte Walter.

An den Märkten werde erwartet, dass das Barrel (159 Liter) Öl im kommenden Jahr teurer als 30 Dollar bleibt. "Wenn das zutrifft, muss man Abstriche beim privaten Konsum und damit beim Wirtschaftswachstum machen", sagte Walter. Teile der Industrie, zum Beispiel der Maschinenbau, könnten dagegen vom hohen Ölpreis auch profitieren, "denn die vermehrten Einnahmen der Ölländer führen zu vermehrten Importen aus Deutschland".

Hypovereinsbank-Analystin Isabelle Kronawitter erwartet auf Grund der weltweit starken Nachfrage eine Fortsetzung der Ölpreis-Hausse. Nach ihren Berechnungen ist der Ölpreis seit Jahresbeginn bereits um 40 Prozent gestiegen und habe damit die Inflationsrate in der Euro-Zone um etwa 0,4 Prozentpunkte erhöht.

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