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Deutsche-Bank-Chefvolkswirt für längere Arbeitszeiten mit Lohnausgleich

(dpa-AFX) Berlin - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat sich gegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten generell ohne Lohnausgleich ausgesprochen. "Die Arbeitszeitverlängerung macht Stellen sicherer", sagte er der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). "Sie muss aber auch dazu führen, dass einige mehr arbeiten können und dadurch auch mehr Geld verdienen. Daher sollte nur ein Teil der Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich stattfinden", betonte Walter.

(dpa-AFX) Berlin - Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, hat sich gegen eine Verlängerung der Arbeitszeiten generell ohne Lohnausgleich ausgesprochen. "Die Arbeitszeitverlängerung macht Stellen sicherer", sagte er der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe). "Sie muss aber auch dazu führen, dass einige mehr arbeiten können und dadurch auch mehr Geld verdienen. Daher sollte nur ein Teil der Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich stattfinden", betonte Walter.

"Wer sehr viel mehr arbeitet, soll auch mehr verdienen. Man kann nicht immer nur den Gürtel enger schnallen. Wenn ich einen Bauch habe und den Gürtel enger schnalle, schadet das nur der Blutzirkulation", sagte Walter. Ein 25-Jähriger wolle vielleicht eine Familie gründen und daher für ein paar Jahre "richtig ranklotzen", sagte der Chefökonom. "Warum sollte das unsere Gesellschaft nicht zulassen?"

Aus Sicht von Walter bleibt die Binnennachfrage das Problem der deutschen Konjunkturerholung. Dennoch werde sie irgendwann anspringen. "Zwar entwickeln sich die verfügbaren Einkommen nicht gerade berauschend. Doch haben die deutschen Haushalte lange aus der Substanz gelebt und viel gespart. Die Menschen sitzen auf vergleichsweise hoher Liquidität, Ergebnis ist ein Konsumstau", sagte er.

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