Deutsche Bank im Mittelpunkt
Commerzbank profitiert von Übernahme-Gerüchten der Konkurrenz

Im Zuge der Gerüchte um die Veränderung der Banken- und Versicherungslandschaft in Deutschland hat die Aktie der Commerzbank am Donnerstag deutlich zugelegt.

dpa-afx FRANKFURT. Gegen 14.20 Uhr kostete ein Anteilsschein 30,40 Euro. Das sind 2,53 % mehr als am Vortag. Indessen gab der Dax 0,94 % auf einen Stand von 5 763,10 Zähler ab.

Angesichts der möglichen Veränderungen im Banken- und Versicherungssektor erscheine die Commerzbank erneut als ein Übernahmekandidat, sagte Johannes Reich, Leiter des Metzler Equitiy Research. Denn wenn die Dresdner Bank tatsächlich von der Allianz übernommen werde, sei vor allem interessant wie die Deutsche Bank reagiert: Der Vorstandsvorsitzende Rolf-Ernst Breuer hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, das Retail Banking und das Asset Management stärken zu wollen.

Hier komme die Commerzbank möglicherweise als "Target" ins Spiel: Die "gelbe" Bank forciere gerade die beiden Sparten, die auch die Deutsche Bank nun verstärken wolle. Allein sei die Commerzbank außerdem "nicht aktionsfähig", fügte der Experte hinzu. Sie sei nicht nur die kleinste, sondern auch die schwächste deutsche Großbank, wenn die geplanten Fusionen stattfänden. Die Marktkapitalisierung der Commerzbank liegt zur Zeit bei rund 16,33 Mrd. Euro, dagegen ist die Deutsche Bank mit 51,23 Mrd. Euro bewertet.

Gespräche der Deutschen Bank mit Generali denkbar

Theoretisch seien auch neben den Verhandlungen mit AXA Gespräche der Deutschen Bank mit dem italienischen Versicherer Generali denkbar: Generali und die Commerzbank seien wechselseitig aneinander beteiligt, sagte Reich. Auch auf dieser Ebene sei ein "Brückenschlag zur Commerzbank" denkbar. Der Versicherer hatte im September 2000 seinen Anteil an der Commerzbank von 5,1 auf 9,9 % aufgestockt.

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