Deutsche Bank startet offenes Internet-Portal
„Moneyshelf“ soll eine europäische Marke werden

kr FRANKFURT/M. Im Rahmen ihrer Internet-Strategie "Global E" startet die Deutsche Bank am 1. September ihr Finanzportal "Moneyshelf". Unter der Web-Adresse www.moneyshelf.de steht es privaten Nutzern kostenlos zur Verfügung. Es ermöglicht ihnen, die Finanzprodukte verschiedener Anbieter zu vergleichen und die für sie richtige Auswahl zu treffen. Wer sich entschieden hat, kann online Transaktionen in den einzelnen Produktbereichen durchführen, ohne die Internetseite zu verlassen.

Moneyshelf finanziert sich ausschließlich durch Provisionen der Anbieter. Der Nutzer zahlt nur die üblichen Preise für die Dienste der Online-Provider und die Abwicklungsgebühren für Aufträge. Das Finanzportal ist in die Handelsblatt.com-Webseite eingebunden.

Nach Hermann-Josef Lamberti, im Konzernvorstand der Deutschen Bank für Global Technology and Services verantwortlich, handelt es sich bei der Moneyshelf.com AG nicht um eine Abteilung der Großbank, sondern um eine selbstständige Organisation mit eigenem Marktauftritt. Die Bank habe dem Unternehmen lediglich mit einer Anschubinvestition von 25 Mill. Euro unter die Arme gegriffen. Lamberti sieht in Moneyshelf keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung zur Universalbank, deren Erscheinungsbild sich in den nächsten Jahren gewaltig verändern werde. Mit dem Finanzportal verbindet die Bank nach Lamberti vor allem die Zielsetzung, ihre globale Platzierungsstärke auszubauen und ihre Beratungskompetenz einem breiteren Kundenkreis anzudienen. Moneyshelf will innerhalb von fünf Jahren 1,2 Mill. Kunden in Europa mobilisieren. Zielmärkte sind Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich. Zusammen mit der größten Sparkasse Spaniens, "La Caixa", soll noch in diesem Jahr ein auf den spanischen Markt zugeschnittenes Portal gestartet werden. Am Online-Markt will sich Moneyshelf eine Quote von 10 % sichern.

Der Start von Moneyshelf wird durch eine breit angelegte Werbekampagne, für die ein zweistelliger Millionenbetrag eingeplant ist, vorangetrieben. Sie steht unter dem Motto: "So vermehrt sich Geld". Ergänzend zur klassischen Werbung werden ab Mitte September Geldtransporter-Konvois durch 20 deutsche Großstädte fahren. In der Startphase umfasst das Angebot von Moneyshelf Produkte von zehn Lebensversicherern und von 16 Fondsgesellschaften, die nach Angaben von Herwig Leins - neben Alexander Labak und Frank Nuy Vorstandsmitglied der Moneyshelf.com AG - einen Marktanteil von 70 % auf sich vereinigen. Es soll zügig um neue Produktbereiche wie Immobilienfinanzierungen und Krankenversicherungen erweitert werden.

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