Deutsche-Bank-Tochter DB Investor übernimmt Batteriehersteller
Brüssel gibt grünes Licht für Übernahme von Varta

Reuters ESCHBORN. Die Brüsseler Kartellbehörde hat nach DB-Investor-Holdings-Angaben die geplante Übernahme des traditionsreichen Batterieherstellers Varta durch die Deutsche-Bank-Tochter genehmigt. Die Zustimmung der europäischen Wettbewerbshüter sei ohne Auflagen erfolgt, teilte DB Investor am Donnerstag in Eschborn mit. Aufschiebende Bedingung sei nun nur noch, dass die DB-Investor-Tochter Gopla mindestens 90 % des Grundkapitals an Varta erwerbe. "Alle beteiligten Partner erwarteten derzeit, diese Beteiligungsquote zu erreichen," hieß es in der Mitteilung.

DB Investor hatte über seine Tochter Gopla den Varta-Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot von 14,50 Euro je Aktie unterbreitet. Vorstand und Aufsichtsrat von Varta hatten das Angebot unterstützt. Die Quandt-Familie als Hauptaktionär hatte bereits erklärt, sie beabsichtige, ihre 43 % an DB Investor zu verkaufen. Nach frühreren Angaben erhält die Quandt-Familie die Option auf eine Sperrminorität von 25,1 % an DB Investor.

Übernahmepreis von rund 290 Mill. Euro

Bei einer kompletten Übernahme müsste DB Investor für die 19,8 Mill. Stückaktien etwa 287 Mill. Euro aufbringen. Für DB Investor wäre die Varta-Übernahme nach der Beteiligung an VEBA Electronics/Memec plc. und dem Erwerb der Trevira GmbH nach eigenen Angaben die dritte größere Beteiligung innerhalb weniger Monate.

Varta-Aktionäre haben nach DB-Investor-Angaben noch bis zum 11. Dezember 2000 die Möglichkeit das Kaufangebot anzunehmen, hieß es weiter.

Die 1887 gegründete Varta hat schwierige Jahre hinter sich, gilt aber inzwischen als wirtschaftlich saniert und technologisch als führend. Von 1993 und 1996 erhielten die Aktionäre auf Grund roter Zahlen keine Dividende. Erst ein umfangreiches Rationalisierungsprogramm, das die Zahl der Mitarbeiter auf zuletzt gut 8 000 von mehr als 13 000 reduzierte, brachte die Wende. Im vorigen Jahr erwirtschaftete Varta einen Konzernumsatz von 1,041 (1998:1,088) Mrd. Euro und ein Betriebsergebnis von 52 (51) Mill. Euro.

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