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Deutsche Bank übernimmt Vermögensverwalter Wilhelm von Finck AG

Die Deutsche Bank übernimmt Anfang des kommenden Jahres den Münchener Vermögensverwalter Wilhelm von Finck AG und will damit die Marktführerschaft bei der Betreuung privater Großvermögen in Deutschland stärken.

dpa-afx FRANKFURT/MÜNCHEN. Die Deutsche Bank übernimmt Anfang des kommenden Jahres den Münchener Vermögensverwalter Wilhelm von Finck AG und will damit die Marktführerschaft bei der Betreuung privater Großvermögen in Deutschland stärken. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank am Dienstag. Der Kauf bedürfe noch der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden und soll zum 3. Januar 2005 wirksam werden, teilte die Deutsche Bank am Dienstag in Frankfurt mit.

Die Wilhelm von Finck AG, die derzeit ein Kundenvermögen von rund einer Milliarde Euro betreut, bleibe eine eigenständige Gesellschaft mit eigenem Namen. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann hatte zuletzt gesagt, dass die größte deutsche Bank sowohl durch Zukäufe als auch durch gezielte Akquisitionen wachsen will. Die Aktie der Deutschen Bank war am Dienstag bis zum Mittag mit einem Plus von 0,74 Prozent auf 64,95 Euro einer der größten Gewinner im Dax .

In der Verwaltung von großen und komplexen Vermögen stärke die Bank mit der Übernahme ihre Marktführerschaft in Deutschland, sagte der Sprecher. Ende September verwaltete die Deutsche Bank in ihrem Geschäftsfeld Private Wealth Management weltweit ein Vermögen von 161 Mrd. Euro. Angaben zu dem verwalteten Vermögen in Deutschland machte die Bank nicht.

Erst Ende November hatte der weltweite Marktführer in diesem Segment, die Schweizer UBS , bekannt gegeben, dass er seine Vermögensverwaltungs-Aktivitäten in Deutschland ausbaut. Mit der Übernahme des Bad Homburger Vermögensverwalters Sauerborn Trust stieg das von UBS verwaltete Vermögen in Deutschland von zehn auf 16 Mrd. Euro.

Das Geschäftsfeld Deutsche Bank Private Wealth Management setze mit dem Erwerb der Wilhelm von Finck AG ihre Strategie fort, ein qualitativ führendes Leistungsspektrum für private Großvermögen anzubieten. "Dazu gehört auch der Ausbau des zunehmend wichtiger werdenden Bereichs Family Office", sagte Johannes Baratta, Vorsitzender der Geschäftsleitung Deutsche Bank Private Wealth Management.

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