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Deutsche Bank verfehlt trotz Gewinnplus Prognosen - Schwache Erträge

(dpa-AFX) Frankfurt - Die Deutsche Bank < DBK.ETR > hat zwischen April und Juni wegen eines stärker als erwartet ausgefallenen Ertragsrückgangs trotz eines Gewinnanstiegs die Analystenprognosen verfehlt. "Im zweiten Quartal sahen wir uns zunehmend schwierigen Marktbedingungen gegenüber mit entsprechenden Auswirkungen auf unsere Erträge", sagte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann am Freitag in Frankfurt. Durch die verbesserte operative Leistungsfähigkeit habe die Bank trotzdem ein "solides Quartalsergebnis" erwirtschaftet.

(dpa-AFX) Frankfurt - Die Deutsche Bank < DBK.ETR > hat zwischen April und Juni wegen eines stärker als erwartet ausgefallenen Ertragsrückgangs trotz eines Gewinnanstiegs die Analystenprognosen verfehlt. "Im zweiten Quartal sahen wir uns zunehmend schwierigen Marktbedingungen gegenüber mit entsprechenden Auswirkungen auf unsere Erträge", sagte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann am Freitag in Frankfurt. Durch die verbesserte operative Leistungsfähigkeit habe die Bank trotzdem ein "solides Quartalsergebnis" erwirtschaftet.

Der Vorsteuergewinn konnte zwar im Jahresvergleich gesteigert werden, fiel aber geringer aus als von den Experten erwartet. Vor Steuern habe die größte deutsche Bank 1,16 Milliarden Euro verdient und damit 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Analystenprognose lag bei knapp 1,3 Milliarden Euro. Die Erträge nach Risikovorsorge sind um 5,8 Prozent auf 5,240 Milliarden Euro gesunken. Die Experten hatten lediglich einen Rückgang um knapp drei Prozent auf 5,41 Milliarden Euro erwartet.

Zinsunabhängige Kosten Sinken Weiter

Der Überschuss der Bank stieg von 572 Millionen Euro um fast 15 Prozent auf 656 Millionen Euro. Die Analystenprognose lag bei 777 Millionen Euro. Bereinigt um den negativen Effekt aus einer Regel des US-Bilanzierungsstandards Gaap in Bezug auf den steuerfreien Beteiligungsverkauf nach dem deutschen Steuerrecht habe der Gewinn 749 (Vorjahr: 588) Millionen Euro betragen. Die meisten Analysten haben diesen Effekt nicht in ihrer Gewinnprognose berücksichtigt.

Beim Risikomanagement und den Kosten erzielte die Deutsche Bank weitere Fortschritte. Sie konnte die Risikovorsorge im Kreditgeschäft zum siebten Mal in Folge abbauen. Die Risikovorsorge betrug im zweiten Quartal 155 nach 340 Millionen Euro im Vorjahr. Die zinsunabhängigen Verwaltungen sanken um neun Prozent auf 4,1 Milliarden Euro und erreichten damit den niedrigsten Stand seit Umstellung auf US-Gaap im Jahr 2001. Die Personalkosten wurden dabei um 312 Millionen Euro reduziert.

Rückläufiger Zinsüberschuss UND Sinkendes Handelsergebnis

Bei den Erträgen gingen der Zinsüberschuss und das Handelsergebnis im zweiten Quartal zurück und verfehlten die Analystenschätzungen teils deutlich. Lediglich beim Provisionsüberschuss verbuchte die Deutsche Bank ein leichtes Plus und lag im Rahmen der Expertenprognosen. "Im Konzernbereich Corporate and Investment Bank (CIB) waren die Erträge marktbedingt erheblich beeinträchtigt durch das Geschäft mit Wandelanleihen", sagte Ackermann. Der bereinigte Gewinn vor Steuern ging im Segment CIB von 854 auf 762 Millionen Euro zurück.

Das Segment Private Clients and Asset Management (Pcam) habe von den in den vergangenen zwei Jahren durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen profitiert und den Gewinn im Vergleich zu 2003 deutlich gesteigert. Hier stieg der bereinigte Vorsteuergewinn um 40 Prozent auf 380 Millionen Euro. Die Erträge seien trotz des schwierigen Marktumfelds stabil bei 2,0 Milliarden Euro geblieben. Der Konzernbereich Corporate Investments (CI) habe einen bereinigten Vorsteuergewinn von 128 (30) Millionen Euro erzielt.

Eigenkapitalrendite VOR Steuern Steigt AUF 21 Prozent

Bei der Eigenkapitalrendite vor Steuern, die im kommenden Jahr auf 25 Prozent steigen soll, verzeichnete die Deutsche Bank einen Anstieg im ersten Halbjahr von 9 Prozent im Vorjahr auf 21 Prozent. "Wir haben uns klare und ehrgeizige Ziele gesetzt und wir werden alles daransetzen, diese ungeachtet der herausfordernden Rahmenbedingungen auch zu erreichen", sagte Konzernchef Ackermann.

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