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Deutsche Bank verwahrt sich gegen Alstom-Vorwürfe zu Analystenstudie

Die Deutsche Bank hat sich gegen die Vorwürfe des angeschlagenen französischen Elektrotechnik-Konzerns Alstom wegen einer Analystenstudie verwahrt.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat sich gegen die Vorwürfe des angeschlagenen französischen Elektrotechnik-Konzerns Alstom wegen einer Analystenstudie verwahrt. Die Deutsche Bank habe volles Vertrauen in die Arbeit ihrer drei betroffenen Analysten, sagte eine Sprecherin des Finanzkonzerns am Freitag in Frankfurt. Alstom hatte am Vortag mitgeteilt, wegen der kritischen Studie die französische Finanzaufsichtsbehörde AMF eingeschaltet zu haben.

Marktbeobachter erinnerte der Fall an ein Urteil eines Pariser Gerichts vom Januar, in dem das US-Investmenthaus Morgan Stanley wegen tendenziöser Analysen zu einer Zahlung von 30 Mill. Euro verurteilt worden war. Der französische Luxuswarenhersteller Lvmh (Moët-Hennessy - Louis Vuitton) hatte argumentiert, von den Analysten benachteiligt worden zu sein. Diese seien Interessenkonflikten erlegen. Morgan Stanley hatte den Luxuswarenhersteller Gucci von 1999 bis 2001 bei der Abwehr eines Übernahmeversuchs von Lvmh beraten.

Kein Grund ZU Zweifel AN Studie

Nach den Worten der Deutsche-Bank-Sprecherin gibt es keinen Grund, an der Sorgfalt der unabhängigen Analysten zu zweifeln, mit der sie die 56-seitige Studie erstellt hätten. Die Autoren hätten in der Vergangenheit Entwicklungen bei Alstom und anderen Unternehmen des Sektors richtig vorhergesagt.

In der am vergangenen Montag veröffentlichten Studie hatten die Deutsche-Bank-Experten auf die schwache Ertragskraft von Alstom verwiesen und das Kursziel von 0,35 auf 0,18 Euro gesenkt. In der Analyse wurde darauf abgehoben, dass in den kommenden 20 Monaten Alstom-Kredite in Höhe von insgesamt 1,8 Mrd. Euro fällig würden. Die Alstom-Aktie war nach Veröffentlichung der Studie am Montag mit mehr als 18 Prozent eingebrochen.

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