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Deutsche Bank: 'Viele Asset-Klassen sind derzeit teuer'; Zinserhöhung erwartetDPA-Datum: 2004-06-29 14:21:32

FRANKFURT (dpa-AFX) - Viele Anlage-Klassen sind nach Einschätzung der Deutschen Bank derzeit teuer. "In sehr vielen Anlageklassen ist viel Geld rein geströmt", sagte Klaus Martini, verantwortlich für die weltweite private Vermögensverwaltung der Deutschen Bank < DBK.ETR > , am Dienstag in Frankfurt. Dies hänge mit den derzeit hohen Liquiditätsschwämmen zusammen; denn mit einem Prozent seien die US-Zinsen auf den niedrigsten Stand seit 46 Jahren.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Viele Anlage-Klassen sind nach Einschätzung der Deutschen Bank derzeit teuer. "In sehr vielen Anlageklassen ist viel Geld rein geströmt", sagte Klaus Martini, verantwortlich für die weltweite private Vermögensverwaltung der Deutschen Bank < DBK.ETR > , am Dienstag in Frankfurt. Dies hänge mit den derzeit hohen Liquiditätsschwämmen zusammen; denn mit einem Prozent seien die US-Zinsen auf den niedrigsten Stand seit 46 Jahren.

Auch andere wichtige Zentralbanken hätten eine Niedrigzinspolitik betrieben und so zu der hohen Liquidität beigetragen, sagte Deutsche-Bank-Chefstratege Helmut Kaiser. Die Deutsche Bank rechnet fest mit einer Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung der US-Währungshüter am Mittwoch. Kaiser: "Wir erwarten eine Erhöhung um 25 Basipunkte und eine Steigerung um weitere 25 Basispunkte bei der nächsten Sitzung."

'US-WAHLEN OHNE EINFLUSS AUF ZINSENTSCHEIDUNG'

Für eine Erhöhung im Verlauf des Jahres 2004 sprechen laut Kaiser die normalen Bedingungen am Arbeitsmarkt und der verlangsamte Produktivitätszuwachs. Hinzu komme, dass der disinflationäre Effekt Asiens (Japan, China) auslaufe. Einen Einfluss der im November dieses Jahres anstehenden US-Wahlen auf die Zinsentscheidungen der Notenbank sieht Kaiser nicht. "Die Fed hat sich auch bislang sehr unabhängig von den Wahlen gezeigt."

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Kaiser die Zinsen nur senken, wenn entweder die Konjunkturindikatoren auf eine weitere Verlangsamung hindeuten oder wenn der Euro deutlich aufwertet.

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