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Deutsche Bank: 'Viele Assetklassen sind teuer' - US-Zinserhöhung erwartetDPA-Datum: 2004-06-29 14:07:41

FRANKFURT (dpa-AFX) - Viele Anlageklassen sind nach Einschätzung der Deutschen Bank derzeit teuer. "In zahlreichen Anlageklassen ist bereits viel Geld geströmt", sagte Klaus Martini, verantwortlich für die weltweite private Vermögensverwaltung der Deutschen Bank < DBK.ETR > , am Dienstag in Frankfurt. Dies hänge mit der derzeit hohen Liquidität zusammen. Mit einem Prozent befinden sich die US-Zinsen auf den niedrigsten Stand seit 46 Jahren.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Viele Anlageklassen sind nach Einschätzung der Deutschen Bank derzeit teuer. "In zahlreichen Anlageklassen ist bereits viel Geld geströmt", sagte Klaus Martini, verantwortlich für die weltweite private Vermögensverwaltung der Deutschen Bank < DBK.ETR > , am Dienstag in Frankfurt. Dies hänge mit der derzeit hohen Liquidität zusammen. Mit einem Prozent befinden sich die US-Zinsen auf den niedrigsten Stand seit 46 Jahren.

Auch andere wichtige Zentralbanken hätten eine Niedrigzinspolitik betrieben und so zur hohen Liquidität beigetragen, sagte Deutsche-Bank-Chefstratege Helmut Kaiser. Die Deutsche Bank rechnet fest mit einer Zinserhöhung bei der nächsten Sitzung der US-Währungshüter am Mittwoch. Kaiser: "Wir erwarten eine Erhöhung um 25 Basipunkte und eine Steigerung um weitere 25 Basispunkte zur nächsten Sitzung."

'US-WAHLEN OHNE EINFLUSS AUF ZINSENTSCHEIDUNG'

Für eine weitere Erhöhung im Verlauf des Jahres 2004 spräche laut Kaiser die normalen Bedingungen am Arbeitsmarkt und der verlangsamte Produktivitätszuwachs. Hinzu komme, dass der disinflationäre Effekt in Asien auslaufe. Einen Einfluss der im November dieses Jahres anstehenden US-Wahlen auf die Zinsentscheidungen der Notenbank sieht Kaiser nicht. "Die Fed hat sich auch bislang sehr unabhängig von den Wahlen gezeigt."

Die Europäische Zentralbank (EZB) wird nach Einschätzung von Kaiser die Zinsen nur senken, wenn entweder die Konjunkturindikatoren auf eine weitere Verlangsamung hindeuten, oder falls der Euro deutlich aufwertet.

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