Deutsche Bank will sich von Aktienpaket trennen
Breuer will nicht in Daimler-Chrysler-Aufsichtsrat

Im Aufsichtsrat von Daimler-Chrysler sitzt künftig kein offizieller Vertreter der Deutschen Bank mehr. Weder der amtierende Vorstandssprecher der Bank, Rolf Breuer, noch sein Nachfolger Josef Ackermann wollen künftig in das Kontrollgremium des Stuttgarter Autokonzerns einrücken.

dpa STUTTGART. Ein Sprecher der Deutschen Bank bestätigte am Donnerstag entsprechende Äußerungen Breuers vom Vortag in Frankfurt.

Der jetzige Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Bank und von Daimler-Chrysler, Hilmar Kopper, scheidet am 22. Mai als Aufsichtsratschef der Bank aus. Sein designierter Nachfolger Breuer wird nicht, wie es bislang Tradition war, den größten Daimler-Chrysler-Einzelaktionär (rund 12 %) auch im Aufsichtsrat des Autokonzerns vertreten. Kopper ist bis zur Hauptversammlung 2003 als Chef des Kontrollgremiums des Autobauers bestellt. In Branchenkreisen hatte es mehrfach geheißen, dass das Verhältnis des Daimler-Chrysler-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schrempp zu Breuer unterkühlt sei. Dagegen gelten Kopper und Schrempp als Vertraute.

Die Deutsche Bank hatte bereits mehrfach angekündigt, dass sie sich mittelfristig von ihren Industriebeteiligungen, also auch dem Daimler-Chrysler-Aktienpaket, trennen will. Zweitgrößter Aktionär des Autobauers ist das Emirat Kuwait (sieben Prozent). Institutionelle Anleger halten etwa 75 % der rund eine Milliarde Aktien. Auf der Hauptversammlung des Autokonzerns am 10. April in Berlin sind keine personellen Entscheidungen fällig.

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