Deutsche Bank will sich zügig von Gerling-Anteil trennen: Entscheidung zu HDI-Einstieg bei Gerling naht

Deutsche Bank will sich zügig von Gerling-Anteil trennen
Entscheidung zu HDI-Einstieg bei Gerling naht

Die Verhandlungen über einen Einstieg des Haftpflichtverbandes der Deutschen Industrie (HDI) bei dem angeschlagenen Gerling-Konzern stehen nach Angaben von Gerling-Chef Heinrich Focke kurz vor einer Entscheidung. Allerdings müssten noch wichtige Punkte geklärt werden. "Eine Vorentscheidung kann sicher bald erwartet werden, wichtige Elemente harren jedoch noch einer Lösung", schreibt Focke am Mittwoch in einem Brief an die Mitarbeiter.

Reuters KÖLN. Ziel der seit Monaten dauernden Verhandlungen sei eine Gesamtlösung, die in einem oder mehreren Schritten möglichst viele Teile des Konzerns erfasse. Auch wenn die Verhandlungen mit dem HDI inzwischen weit gediehen seien, gebe es weiterhin intensive Gespräche mit Private Equity Funds. "Durch das S & P Downrating auf "BBB" und die gebotene Eile bei der Regelung des Themas ´Rück´ ist natürlich erheblicher Druck entstanden, schnell zu einer abschließenden Lösung zu kommen", betonte Focke.

Die Deutsche Bank will sich möglichst zügig von ihrem Gerling-Anteil in Höhe von 34,5 Prozent trennen. Im vergangenen Jahr musste sie auf ihre Beteiligung an dem Kölner Versicherer 700 Mill. Euro abschreiben, jetzt steht Gerling der Deutschen Bank zufolge noch mit knapp 500 Mill. Euro in den Büchern. Als Voraussetzung für den angestrebten Verkauf des Gerling-Konzerns gilt eine abschließende Lösung für das in der Abwicklung befindliche defizitäre Rückversicherungsgeschäft. Zur Zeit prüft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin), ob sie dem Verkauf des Rückversicherers Gerling Globale an die Lago Achte GmbH des Managers Achim Kann zustimmt.

"Wir entscheiden uns in Kürze", betonte ein BAFin-Sprecher. Auch die Aufsichtsbehörden in Großbritannien und den USA müssen der Übertragung der Gerling Globale an eine GmbH noch zustimmen. Branchenkreisen zufolge sieht das BAFin möglicherweise die Finanzausstattung Kanns als nicht ausreichend an. Unternehmenskreisen zufolge verhandelt Gerling bereits mit der in Bermuda sitzenden Castlewood Holding des Investors Christopher Flowers über einen Einstieg.

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