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Deutsche Bank will US-Finanzdienstleister kaufen

dpa JERSEY CITY/FRANKFURT/M. Die Deutsche Bank hat ein Übernahmeangebot für die amerikanische Brokerfirma National Discount Brokers Group (NDB) gemacht. Die Frankfurter boten 49 $ je NDB- Aktie - fast das Doppelte des letzten Aktienkurs von 25,25 $. Damit wird die NDB bei 21 Mill. ausstehenden Aktien mit insgesamt 1,03 Mrd. $ (2,3 Mrd. DM/1,2 Mrd. Euro) bewertet. Wie NDB am Dienstag weiter mitteilte, sind auch andere Unternehmen an einer Fusion oder Übernahme interessiert. Der NDB-Verwaltungsrat untersuche momentan die strategischen Alternativen. Die Deutsche Bank hält bereits 16 % der NDB-Aktien, die sie im Juni dieses Jahres gekauft hatte.

NDB hat zwei Tochterfirmen: Die National Discount Brokers Corporation/NDB.com ist eine große Online-Brokerfirma mit 268 000 Kundenkonten und einem Gesamtvermögen von 11,2 Mrd. $. Die zweite Tochterfirma, die NDB Capital Markets Corporation, handelt mit mehr als 4 000 NASDAQ - und Freiverkehrsaktien. NDB mit Sitz in Jersey City (New Jersey) hat Büros in Los Angeles, Chicago, Denver und Boston.

Das Angebot der Deutschen Bank sei an verschiedene Bedingungen geknüpft, einschließlich der Genehmigung der Übernahme durch den NDB-Vorstand und den Aufsichtsrat der Deutschen Bank. Der Vollzug der Übernahme setze zudem beiderseitig zufriedenstellende Vereinbarungen voraus. Die Übernahmeverhandlungen zwischen NDB und Deutsche Bank sollen fortgesetzt werden. US Bancorp Piper Jaffray und Credit Suisse First Boston fungierten bei den Verhandlungen als die Finanzberater von NDB.

Weitere Angaben zu dem Geschäft wolle der US-Broker erst machen, wenn eine endgültige Entscheidung getroffen sei - in welche Richtung auch immer. Die Durchführung der Transaktion entweder mit der Deutschen Bank oder eben auch mit einer anderen Gesellschaft sei jedoch keine beschlossene Sache.

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