Deutsche Börse entscheidet über Auf- und Absteiger in ihren Aktienindizes: MDax und Nemax-50 ab 18. März mit neuem Gesicht

Deutsche Börse entscheidet über Auf- und Absteiger in ihren Aktienindizes
MDax und Nemax-50 ab 18. März mit neuem Gesicht

Ab Juni reicht einem Unternehmen ein Anteil frei handelbarer Aktien von mindestens 5 %, um in den Dax, den MDax oder den Nemax 50 aufgenommen werden zu können. Dieses geänderte Streubesitzkriterium hat der Arbeitskreis Indizes der Deutschen Börse auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen. Bislang war ein Streubesitz (Free-Float) von mindestens 20 % erforderlich.

pga FRANKFURT/M. Die neue Regel soll solche Unternehmen in den Auswahlindizes verhindern, die unter die so genannte Squeeze out-Regelung fallen. Nach der kann ein Großaktionär, der 95 % oder mehr an einem Unternehmen hält, die anderen Anteilseigner abfinden. Von dem neuen Streubesitzkriterium profitiere die Telekom, bemerkte Aktienstratege Matthias Jörss vom Bankhaus Sal. Oppenheim. Schließlich reiche nun beim Börsengang der Mobilfunktochter T-Mobile bereits eine Platzierung von 5 % der Anteile aus, damit der Titel in den Dax aufgenommen werden könne. MAN müssten dann wohl aus dem Dax weichen. "Vor diesem Hintergrund wurde das Streubesitz-Kriterium sicher nicht geändert", entgegnete ein Börsensprecher. Die Idee sei vielmehr eine stärkere Berücksichtigung internationaler Standards gewesen, wie sie etwa auch der Indexanbieter Stoxx anwende.

Weiterhin beschloss die Börse jeweils drei Änderungen im MDax und im Nemax 50: Zum 18. März werden DIS, Gerry Weber und Indus aus dem SDax neu in das Segment der mittelgroßen Werte aufgenommen. Sie ersetzen Baader und Deutz, die nicht mehr zu den erforderlichen 110 größten Unternehmen nach Umsatz und Marktkapitalisierung gehören. Die DePfa verlässt den MDax, da das Institut seinen juristischen Sitz nach Irland verlegt. Im Nemax 50 machen Carrier 1, Heyde und Primacom Platz für Nordex, FJA und Funkwerk. Der SDax, der im Juni auf 50 Werte reduziert werden soll, verkleinert sich bereits zum 18. März: 13 Titel werden herausgenommen; mit Arndt, Baader, Ehlebracht und Stratec rücken aber nur vier neue nach.

Die Aktien der Aufsteiger tendierten am Donnerstag zum Teil fester, während sich die Indexabsteiger überwiegend schwächer zeigten.

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