Deutsche Börse
Ergebnis besser als erwartet

Die Deutsche Börse AG hat im ersten Quartal 2002 die Ergebniserwartung der Analysten übertroffen.

 

Reuters FRANKFURT. Das Ergebis vor Steuern und Zinsen (Ebit) sei auf 87,4 (Vorjahr: 90,2) Millionen Euro gefallen, teilte die Betreibergesellschaft der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) am Dienstagabend nach Börsenschluss mit. Von Reuter befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebit von 81,71 Millionen Euro gerechnet. Der Umsatz stieg den Angaben zufolge auf 204,9 (191,7) Millionen Euro. Die Durschnittsprognose hatte hier bei 216,7 Millionen Euro gelegen. Analysten bewerteten die Zahlen als gut und verwiesen insbesondere auf die unter den Erwartungen gebliebenen Kosten.

Der Derivatemarkt Eurex steuerte den Angaben zufolge 35,8 (27,9) Millionen Euro zum Ebit bei, während das Ergebnis im Segment Xetra auf 11,1 (13,4) Millionen Euro zurückfiel. Die Eurex habe damit allein den Rückgang bei Xetra überkompensiert, hieß es in der Mitteilung der Börse. Die Eurex wird gemeinsam von der Deutschen und der Schweizer Börse betrieben, 80 Prozent der Gewinne fallen aufgrund der Verträge dem Frankfurter Unternehmen zu. Xetra leidet unter den seit langem rückläufigen Börsenumsätzen verursacht durch den Einbruch der Aktienmärkte.

Für den Bereich Wertpapierabwicklung (Settlement) nannte die Börse ein Ebit von 19,2 Millionen Euro nach 16,9 Millionen Euro im Vorjahr. Deutlich zurück hinter dem Ergebnis aus dem ersten Quartal 2001 blieb der Sektor Information Technology, der ein Ebit von 14,6 (34,2) Millionen Euro auswies. Das Unternehmen verwies darauf, dass die Ergebnisse der Division wegen des Projektgeschäftes stark schwankten.

Insgesamt wies die Börse einen Überschuss von 64,5 (65,2) Millionen Euro bei einem Gewinn je Aktie (EPS) von 0,63 (0,72) Euro aus und lag damit über den Analystenprognosen.

Das erste Quartal bestätige die Erwartung für das Jahr 2002 von rund 300 Millionen Euro beim Ebit ohne die Integrationseffekte nach der Übernahme des Wertpapierabwicklers Clearstream, sagte der Finanzchef der Börse, Mathias Hlubek.

Das Ergebnis sei besser als erwartet ausgefallen, sagte Heiko Frantzen, Analyst bei Sal. Oppenheim. "Vor allem die Kostenseite ist beeindruckend. Die sonstigen betrieblichen Ausgaben liegen mit 167 Millionen Euro unter denen in den vergangenen beiden Quartalen", sagte er.

Börse für Ansturm gerüstet

Analysten sehen die Börse aber durch die vollständige Übernahme des Wertpapierabwicklers Clearstream gut aufgestellt für den Zeitpunkt, an dem die Börsenumsätze wieder anziehen. Sollten die Börsenumsätze wieder steigen, habe die Deutsche Börse einen guten Hebel für zusätzliche Einnahmen, da sie nach der Übernahme weite Teile der Wertschöpfungskette vollständig kontrolliere, so die Einschätzung der Experten.

Die Börse, die bereits 50 Prozent an Clearstream besaß, hatte im April die Zustimmung der übrigen Aktionäre für ihr Übernahmeangebot im Gesamtwert von rund 1,6 Millionen Euro erhalten. Früheren Angaben zufolge soll die Integration von Clearstream bis Anfang 2003 abgeschlossen sein.

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