Deutsche Börse
Frankfurt handelt

Die Deutsche Börse hat ihre Pläne, den Aktienhandel am Mittwoch planmäßig laufen zu lassen, bis knapp eine Stunde vor Geschäftsbeginn nicht geändert. Analysten erwarten weitere Kurseinbrüche.

rtr FRANKFURT. Die Deutsche Börse hat ihre Pläne, den Aktienhandel am Mittwoch planmäßig laufen zu lassen, bis knapp eine Stunde vor Geschäftsbeginn nicht geändert. Ein Sprecher der Börse sagte auf Anfrage in Frankfurt, bisher gebe es keine Änderungen an den Plänen für einen normalen Handel. Der Handel mit US-Werten soll jedoch weiter ausgesetzt werden.



Nach den Terroranschlägen in den USA war unter Marktteilnehmern die Frage aufgekommen, ob die Deutsche Börse wie auch die New Yorker Wall Street bis auf weiteres geschlossen bleibt. Am Dienstag war es in Frankfurt und anderen europäischen Handelsplätzen zu deutlichen Verlusten gekommen.

Ausblick: Weitere Verluste nach Anschlägen erwartet

Sollte der Handel tatsächlich wie geplant aufgenommen werden, rechnen Analysten mit weiteren starken Kurseinbrüchen. Das Handelshaus Lang & Schwarz berechnete den Leitindex Dax gegen 8.15 Uhr mit 4 231 Punkten.

Wegen einer Bombendrohung hatten die deutschen Aktienmärkte den verlustreichen Handel am Dienstag frühzeitig beendet. Der Leitindex Dax verlor am Dienstag 8,49 % oder 396,60 Zähler auf 4 273,53 Punkte. Am Neuen Markt gab der NEMAX 50 zuletzt um 7,80 % auf 841,07 Zähler nach. Die mittelgroßen Werte im MDAX bröckelten um 4,38 % auf 4035.97 Punkte ab.

Damit hatten die Terroranschläge in den USA für die größten Abgaben seit dem "Mini-Crash" an den Weltbörsen vom 16. Oktober 1989 geführt. Am 16. Oktober 1989 hatte der Deutsche Aktienindex 203,21 Punkte oder 12,78 % eingebüßt.

US-Börsen bleiben geschlossen

Die drei größten US-Börsen, die New Yorker Börse, die NASDAQ-Börse und die American Stock Exchange, bleiben nach Konsultationen mit der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC (Securities and Exchange Comission) wegen der Terroranschläge in den USA auch am Mittwoch geschlossen. Dies erklärte die New Yorker Börse nach US-Fernsehberichten vom Dienstag. Die USA wollten am Mittwoch nach weiteren Konsultationen mit der SEC mitteilen, wann die US-Aktienbörsen wieder öffnen werden. Die amerikanischen Börsen waren am Dienstag wegen der Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon geschlossen geblieben.

Nach den Terroranschlägen in den USA und den Kursstürzen an den internationalen Handelsplätzen ist auch die asiatische Leitbörse in Tokio tief in den Keller gesackt. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte verlor bis zum Handelsschluss um 6,63 % auf 9 610,10 Punkte.

Versicherer und Fluggesellschaften unter Druck

Besonders unter den Anschlägen dürften weiterhin die Versicherer, die Fluggesellschaften und Touristikkonzerne im DAX leiden. Händler befürchten, dass möglicherweise Forderungen aus Versicherungsleistungen in Milliardenhöhe auf die Konzerne zukommen könnten. Allianz und Münchener Rück hatten am gestrigen Dienstag 14,05 % und 15,66 % nachgegeben.

Auch die Lufthansa dürfte sich so schnell nicht erholen. Flugreisen werden Händlern zufolge in den kommenden Tagen weiter beeinträchtigt werden. Zudem dürften die Fluglinien unter dem steigenden Ölpreis leiden. Auch der Touristikkonzern Preussag dürfte wieder zu den großen Verlierern zählen. Lufthansa schlossen am Dienstag mit einem Verlust von 15,09 % auf 13 ?, Preussag gaben 11,31 % nach.

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