Deutsche Börse hält derzeit 50 Prozent an Clearstream: UBS zieht Geschäfte von Clearstream ab

Deutsche Börse hält derzeit 50 Prozent an Clearstream
UBS zieht Geschäfte von Clearstream ab

Die schweizer Investmentbank UBS plant nach eigenen Angaben Teile der Wertpapierabwicklung von dem bisher genutzen Dienstleister Clearstream abzuziehen. Der Umfang der Verlagerung werde in Teilen vom Ausgang der Übernahmeverhandlungen zwischen der Deutschen Börse und Clearstream abhängen, teilte UBS am Mittwoch mit.

Reuters LONDON. Am Vortag hatte es ein Treffen von Vertretern beider Seiten in Zürich gegeben, auf dem die Auswirkungen einer vollständigen Übernahme der Abwicklungsgesellschaft durch die Börse diskutiert werden sollten. Die Börse, die derzeit 50 Prozent an Clearstream hält, ist seit Dezember in exklusiven Verhandlungen mit den übrigen Eignern der Gesellschaft über einen Kauf der restlichen Anteilen.

Zuvor hatte sich der Clearstream-Anteilseigner Cedel gegen ein ebenfalls unterbreitetes Kaufangebot des Wettbewerbers Euroclear entschieden. "Wir waren enttäuscht, dass sich das Board von Clearstream zu einem Abbruch der Gespräche mit Euroclear und zu exklusiven Fusionsverhandlungen mit der Deutschen Börse entschlossen hat", hieß es in der Mitteilung von UBS. UBS favorisiert nach eigenen Angaben eine Konsolidierung der Wertpapierabwicklung in Europa unabhängig und frei von Kontrolle durch eine Börse.

Zuvor hatte JP Morgan sich eigenen Angaben zufolge vor dem gleichen Hintergrund für eine Verlagerung des Geschäftes von Clearstream zum Konkurrenten Euroclear entschlossen.

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