Deutsche Börse
Reaktionen auf angekündigtes Aus für Neuen Markt

Die vom angekündigten Ende des Neuen Marktes betroffenen Unternehmen haben am Donnerstag unterschiedlich auf die Nachricht reagiert.

HB/dpa FRANKFURT. Während einige den Schritt als positiv bezeichneten, zeigten sich andere Unternehmen abwartend oder überrascht. Die Deutsche Börse hatte zuvor angekündigt, den am 10. März 1997 gegründeten Neuen Markt nach einer Übergangsfrist spätestens Ende 2003 zu schließen.

"Es wurde zwar auf gemeinsamen Treffen mit der Börse angedeutet, dass es in diese Richtung gehen kann, aber die Schnelligkeit der Meldung hat uns überrascht", sagte der Finanzchef des DVD-Anlagen- Herstellers Singulus, Christian Holtmann. "Wir haben schon lange ein Premium-Segment innerhalb des Neuen Marktes gefordert, aber den Neuen Markt komplett zu schließen ist jetzt doch eine ganz andere Welt."

Beim CD- und DVD-Produktionsanlagenbauer Steag Hamatech und dem Discountbroker Comdirect wurde der Schritt begrüßt: "Alles was dazu dient, das Vertrauen in den Markt wieder herzustellen, ist positiv", sagte Steag-Finanzchef Joachim Eppinger. "Ob das ganze nun unter dem Namen Neuer Markt oder Prime Standard weiterläuft, spielt dabei keine Rolle." Comdirect rechnet mit mehr Transparenz durch die Entscheidung: "Es wird künftig eine wesentlich klarere Gliederung der Segmente geben", sagte Unternehmenssprecher Mathias Hajek.

Dagegen zeigte sich der Finanzchef des österreichischen Notebook- Spezialisten Gericom, Gerhard Leimer, überrascht. "Ich habe davon bislang noch nichts gehört", sagte Leimer. Bei wiederholten Treffen zwischen Nemax-50-Vorständen und der Börse sei ein solch drastischer Schritt nie besprochen worden.

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