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Deutsche Börse sieht eigenen Prognosen 2005 als 'konservativ' an

Die Deutsche Börse hat ihre Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von rund 600 Mill. Euro im kommenden Jahr als "konservativ" bezeichnet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Börse hat ihre Prognose für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) von rund 600 Mill. Euro im kommenden Jahr als "konservativ" bezeichnet. Sie basiere auf der derzeitigen schwachen Marktlage, es sei ein "konservatives Szenario" zu Grunde gelegt worden, sagte Finanzvorstand Mathias Hlubek während einer Analystenkonferenz am Dienstag. Die Prognose für das operative Wachstum baue derzeit auf weiteren Effizienzsteigerungen auf, sagte er.

Zugleich sagte Hlubek, es werde an der Ebit-Prognose 2004 von "mehr als 450 Mill. Euro" festgehalten, obwohl die in diesem Jahr veranschlagten Investitionskosten für den geplanten Aufbau eines Zentralen Kontrahenten für das außerbörsliche Clearinggeschäft (OTC CCP) bislang nicht benötigt worden seien. Die Deutsche Börse hatte für ihre OTC-Pläne zwischen 30 und 40 Mill. Euro Investitionskosten veranschlagt. "Bisher sind drei bis fünf Mill. Euro an Kosten angefallen", sagte Robert Herde von der Abteilung Investor Relations.

Kein Aktienrückkauf Geplant

Ein Aktienrückkauf-Programm plant die Deutsche Börse weiterhin nicht und war damit der Kritik zahlreicher Analysten während der Telefonkonferenz ausgesetzt. "Wir wollen die Effizienz der Deutschen Börse stärken und kurzfristig finanziell flexibel bleiben", sagte Hlubek. Der Vorstand gehe davon aus, dass es in Zukunft attraktive Investitionsobjekte geben wird, fügte Hlubek hinzu ohne konkret zu werden. Analyst Karsten Keil von der Helabatrust sagte dazu: "Der Cash-Bestand der Deutschen Börse ist durchaus hoch und wird noch weiter wachsen. Daher hätte ich mir schon konkretere Aussagen zu einem Aktienrückkauf-Programm gewünscht."

Die Aktie der Deutschen Börse legte bis 16.24 Uhr um 3,00 Prozent auf 41,56 Euro zu. Das Tageshoch lag bei 42,09 Euro. Der Leitindex Dax gewann 0,21 Prozent auf 4 077,13 Punkte.

Am Vortag hatte die nach Umsatz größte europäische Börse teils überraschend gute Quartalszahlen vorgelegt und erstmals einen Ausblick auf das kommende Jahr gegeben. Das Ebit im dritten Quartal stieg nach Angaben der Frankfurter vor allem wegen Kostenreduzierungen auf 109,8 Mill. Euro nach 109,1 Mill. Euro im Vorjahr. Die 19 von dpa-AFX befragten Analysten hatten 105,4 Mill. Euro erwartet. Der Umsatz traf mit 347,1 Mill. Euro die Erwartungen der Experten.

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