Deutsche Börse soll Widerstand aufgegeben haben
Offenbar Gespräche über kürzere Handelszeiten

Bei der Deutsche Börse gibt es offenbar Gespräche über eine Verkürzung der erst im vergangenen Jahr ausgeweiteten Handelszeiten. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Freitag unter Berufung auf Bankenkreise berichtete, gab die Börse gegenüber Marktteilnehmern ihren bisherigen Widerstand gegen kürzere Handelszeiten auf und signalisierte Gesprächsbereitschaft.

afp FRANKFURT/M. Die Deutsche Börse wollte den Bericht weder dementieren noch bestätigen. Ein Sprecher sagte, es gebe keine konkreten Pläne, die Handelszeiten zu verändern. Er betonte aber zugleich, dass immer Gespräche mit den Marktteilnehmern geführt würden.

Die Börsenzeiten waren im vergangenen Jahr von 17.30 Uhr auf 20.00 Uhr ausgedehnt worden. Für Banken und Marktteilnehmer brachte dies höhere Personalkosten, die Umsätze stiegen auch Angesicht der einsetzenden Börsenflaute und dem Rückzug vieler Anleger jedoch nicht im erhofften Maß. Die Handelsumsätze nach 17.30 Uhr machen meist weniger als zehn Prozent aus. Der Sprecher der Deutschen Börse betonte aber, das Angebot habe seine Berechtigung im Markt. Es werde vor allem von Kleinanlegern angenommen, bei denen die Volumina der Umsätze aber nicht so groß seien.

Für eine mögliche Verkürzung der Handelszeiten sind laut "FAZ" mehrere Modelle im Gespräch. Diese reichen demnach von einer allgemeinen Verkürzung des Handelsschlusses zurück auf 17.30 Uhr bis zu einer stärkeren Flexibilisierung der Handelszeiten abhängig von der Liquidität in den einzelnen Segmenten. So könnten Standardtitel länger gehandelt werden als Smax oder M-DAX-Werte. Diskutiert wird demnach auch, den allgemeinen Handel um etwa 17.30 Uhr zu beenden und danach einen speziellen Handel für Privatanleger durchzuführen. Dieser könne etwa für Aufträge bis 10.000 Euro (19. 558 Mark) gelten.

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