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Deutsche Börse übertrifft im 3.Quartal Ebit-Prognose - Ausblick '05

Die Deutsche Börse hat im dritten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr minimal gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Es sei von 109,1 Mill.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Börse hat im dritten Quartal das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr minimal gesteigert und damit die Analystenerwartungen übertroffen. Es sei von 109,1 Mill. auf 109,8 Mill. Euro gestiegen, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Montagabend nach Handelsschluss mit. Die 19 von dpa-AFX befragten Analysten hatten vor allem auf Grund der niedrigen Börsenumsätze und Transaktionen im Kassa- und Termingeschäft im Schnitt mit einem Ebit von 105,4 Mill. Euro gerechnet.

Der Umsatz blieb hingegen leicht unter den Prognosen. Er sank von 362,9 Mill. auf 347,1 Mill. Euro. Die Analystenschätzungen hatten bei durchschnittlich 349,0 Mill. Euro gelegen.

Ausblick 2005: Ebita VON Rund 600 MIO Euro

Zudem gab der nach Umsatz größte europäische Börsenbetreiber den Ausblick auf das Jahr 2005 bekannt. Er fiel auf den ersten Blick etwas besser aus, als Experten prognostiziert hatten. Nach den Worten von Finanzvorstand Mathias Hlubek wird das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Amortisation (Ebita) "auf der Grundlage der derzeitigen Marktsituation" bei rund 600 Mill. Euro liegen. "Das entspricht einem Anstieg von 15 Prozent im Vergleich zu unserer Guidance für das laufende Geschäftsjahr. Wir werden unsere Erwartungen im Laufe des ersten Quartals an die Marktsituation anpassen." Nach der noch gültigen Rechnungslegung entspreche dies einem Ebit von rund 530 Mill. Euro. Die Analysten hatten allerdings auf das Ebit bezogen mit mindestens 555,3 Mill. Euro gerechnet.

Das Ebita wird wegen der Umstellung auf den internationalen Rechnungslegungsstandard Ifrs-Standards künftig die Kenngröße Ebit ablösen, da dort die bisher üblichen Abschreibungen auf den Firmenwert ersetzt werden durch den so genannten Impairment-Test. Sowohl Ebit als auch der Ausblick auf 2005 sind laut Analyst Sven Janssen vom Bankhaus Metzler erfreulich. "Es wäre aber gut, wenn zu erkennen wäre, durch welche operative Maßnahmen der zuversichtliche Ausblick auf das kommende Jahr untermauert wird", sagte er.

Details erwartet er sich von der Telefonkonferenz am Dienstagnachmittag. Außerdem hofft er auf Aussagen zu einem Aktienrückkauf-Programm und zur zweiten Phase der transatlanischen Clearingverbindung "Global Clearing Link" (GCL). Für das Gesamtjahr 2004 rechnet die Deutsche Börse erwartungsgemäß mit einem Ebit von mehr als 450 Mill. Euro.

Clearstream Legt ZU, Eurex und Xetra Schwächer

Mit Blick auf die einzelnen Sparten war das Luxemburger Wertpapierabwickler Clearstream im dritten Quartal erneut das umsatzstärkste Segment mit 142,6 Mill. Euro nach 138,3 Mill. Euro im Vorjahr. Das Ebit sei bei sinkenden Kosten um vier Prozent auf 25,7 Mill. Euro gestiegen.

Im Segment Eurex sank der Umsatz auf 96,7 Mill. nach 103,8 Mill. Euro im dritten Quartal 2003. Das Ebit im Terminmarkt lag mit 38,7 Mill. Euro unter dem Vorjahresgewinn von 51,7 Mill. Euro. Die Analysten hatten mit 97,1 Mill. Umsatz und 39,1 Mill. Ebit gerechnet. Gründe für den Umsatzrückgang waren laut der Deutschen Börse der ausgelaufene Vertrag mit der US-Terminbörse Chicago Board of Trade Ende Januar 2004 sowie rückläufige Handelsaktivitäten im dritten Quartal.

Im Segment Xetra ging der Umsatz auf 48,0 Mill. zurück nach 59,6 Mill. Euro im Vorjahr. Das Ebit fiel von 27,2 Mill. auf 17,2 Mill. Euro. Hier sei der Grund für den Gewinnrückgang neben der niedrigeren Handelsaktivität die Investitionen in das neue Xetra Release 7.1. gewesen, hieß es seitens der Börse. Die Analysten hatten im Schnitt einen Xetra-Umsatz von 49,2 Mill. und ein Ebit von 16,9 Mill. Euro erwartet.

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