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Deutsche Börse will weiter mit SWX kooperieren - Fusionsdruck

Die Deutsche Börse setzt ungeachtet der Fusionsabsage auf eine enge Kooperation mit der Schweizer Börse SWX. "Die Schweiz ist für mich wichtig, daher bin ich weiterhin für alle Formen der Zusammenarbeit mit der SWX Swiss Exchange offen", sagte der Vorstandschef der Deutschen Börse, Werner Seifert, der Schweizer "Handelszeitung" (Mittwochausgabe).

dpa-afx ZÜRICH/FRANKFURT. Die Deutsche Börse setzt ungeachtet der Fusionsabsage auf eine enge Kooperation mit der Schweizer Börse SWX. "Die Schweiz ist für mich wichtig, daher bin ich weiterhin für alle Formen der Zusammenarbeit mit der SWX Swiss Exchange offen", sagte der Vorstandschef der Deutschen Börse, Werner Seifert, der Schweizer "Handelszeitung" (Mittwochausgabe).

Am vergangenen Freitag hatte die Schweizer Börse eine Übernahme durch den Frankfurter Börsenbetreiber abgelehnt, sich aber offen für eine Zusammenarbeit gezeigt. Die Deutsche Börse werde nun alle Varianten prüfen, selbst die Auslagerung von Teilen der SWX-Aktivitäten an die Frankfurter Börse schließe er nicht aus, sagte Seifert. Er ließ offen, wie die engere Zusammenarbeit aussehen könnte. Mit der Übernahme der SWX wären die Frankfurter bei ihren Expansionsplänen einen guten Schritt nach vorne gekommen.

Fusionsdruck

Der Fusionsdruck auf die europäischen Börsen ist nach Einschätzung von Experten gestiegen, da durch hohe Handelsvolumen die Kosten für Transaktionen sinken. "Wir haben den Anspruch, in jeder Hinsicht Preisführer zu sein", sagte Seifert. Nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" (Mittwoch) steht die europäische Börsenlandschaft vor einer neuen Konsolidierungswelle. Von den drei großen Betreibern - Deutsche Börse, Euronext und London Stock Exchange (LSE) - würden voraussichtlich nur zwei übrig bleiben, schreibt die Zeitung.

Experten schließen sich dieser Einschätzung an: "Die Londoner Börse ist ein Übernahmekandidat, da die Börse nicht das volle Spektrum abdeckt", sagte Olaf Kayser, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP). So ist die LSE nicht auf dem Terminmarkt präsent. Seiner Meinung nach dürfte sie von der Deutschen Börse oder von Euronext übernommen werden.

Bieterwettstreit

"Wer die LSE übernimmt, der macht einen Riesenschritt nach vorne", sagte Kayser. Daher werde es zu einem kostspieligen Bieterwettstreit kommen. Der Preis könnte nach Einschätzung von Experten auf über 1,6 Mrd. ? klettern. Die Deutsche Börse ist nach Marktkapitalisierung der größte Anbieter unter den drei Gesellschaften.

Die Aktie der Deutsche Börse notierte bis zum Mittag gut behauptet bei 39,44 ?.

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