Deutsche Botschaft in Colombo bietet Hilfe für Touristen
Sri Lanka: Armee schlägt nach Rebellenüberfall zurück

Auf Sri Lanka hat das Militär einen Überfall tamilischer Rebellen auf einen Flughafenkomplex bei Colombo am Dienstag mit Luftangriffen vergolten. Einige Kampfflugzeuge seien zu Hochburgen der Rebellen im Norden des Landes aufgebrochen, sagte ein Militärsprecher.

rtr/ap/dpa COLUMBO/BERLIN. Wenige Stunden zuvor hatte die tamilische Rebellen-Organisation LTTE einen Selbstmordanschlag auf den wichtigsten Luftwaffenstützpunkt von Sri Lanka verübt, an den der internationale Flughafen angrenzt. Mindestens neun Rebellen und fünf Armeeangehörige wurden nach offiziellen Angaben getötet und mehr als ein Dutzend Zivil- und Militärflugzeuge beschädigt oder zerstört. Der Sachschaden allein an den Flugzeugen beläuft sich dem Luftfahrtministerium zufolge auf rund 300 Millionen Dollar. Der internationale Flughafen sollte am Abend wieder eröffnet werden.

Das Auswärtige Amt in Berlin rät deutschen Touristen auf Sri Lanka zum engen Kontakt mit der örtlichen Reiseleitung. "Auch die deutsche Botschaft in Colombo steht für Auskünfte und Hilfeleistungen zur Verfügung", sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Abreisebereite Touristen seien in Hotels untergebracht worden. Das Auswärtige Amt aktualisiere seine Reisehinweise für Sri Lanka fortwährend. Wie bisher werde vor Aufenthalten im Norden und Osten des Landes abgeraten. Die übrigen Landesteile seien nicht von den Unruhen betroffen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurden bei dem Angriff auf den Flughafen keine Zivilpersonen verletzt.

Die LTTE-Rebellen kämpfen seit 1983 für einen eigenen Staat der tamilischen Minderheit im Norden und Osten des mehrheitlich von Singhalesen bewohnten Landes. Der Flughafen-Angriff ereignete sich am Jahrestag des Beginns der Unruhen. Insgesamt wurden in dem seit fast zwanzig Jahren anhaltenden Konflikt rund 64 000 Menschen getötet.

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