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Deutsche Euroshop will Umsätze steigern - Investitionen in Osteuropa

Die Deutsche Euroshop AG (DES) will auch im kommenden Jahr im Einzelhandel gegen den Branchentrend die Umsätze steigern.

dpa-afx HAMBURG. Die Deutsche Euroshop AG (DES) will auch im kommenden Jahr im Einzelhandel gegen den Branchentrend die Umsätze steigern. In den ersten neun Monaten 2004 seien die Einzelhandelsumsätze in den deutschen DES-Shoppingcentern auf vergleichbarer Fläche um 3,8 Prozent gestiegen, während die Branche nominal Umsatzverluste von 1,1 Prozent verzeichnet habe, sagte Vorstandssprecher Claus-Matthias Böge am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. Insgesamt erwirtschafteten die Einkaufszentren von Euroshop 4,4 Prozent mehr Umsatz.

Die im MDax notierte Euroshop erwartet eine weitere Verbesserung der Ertragssituation. Für das Gesamtjahr 2004 könne der Konzern auf Grund der Bilanzierungsumstellung von HGB auf Ifrs keinen konkreten Ausblick geben, sagte Böge. Die Umstellung verzögere sich, werde aber zum Jahresabschluss abgeschlossen sein. Auf HGB-Basis erwarte er einen leichten Umsatzrückgang von 49,3 auf 48 Mill. Euro, was vor allem durch den Verkauf des Shoppingcenters im italienischen Udine zu erklären sei.

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) solle 2004 - nach HGB bilanziert - von 42 auf 49,2 Mill. Euro steigen. Nach einem Konzernfehlbetrag von 0,5 Mill. Euro im Vorjahr rechne Euroshop in diesem Jahr mit einem Überschuss von 4,5 Mill. Euro. "Die Zahlen werden aber wegen der Umstellung der Rechnungslegung nicht kontrollierbar sein", betonte ein Sprecher.

Chancen FÜR Investitionen IN Osteuropa

Trotz eines harten Wettbewerbs sieht die Deutsche Euroshop Chancen für weitere Investitionen in Osteuropa. "In Osteuropa gibt es durchaus attraktive Objekte", sagte Vorstandssprecher Böge. Allerdings sei der Wettbewerb vor allem mit geschlossenen Immobilienfonds härter geworden. "Teilweise wird zu Renditen verkauft, die wir uns nicht leisten können." DES wolle wachsen, aber nicht um jeden Preis. "Es muss sich rechnen, wir haben da keine Eile." Der Konzern hatte angekündigt, erst 2005 neue Shoppingcenter-Investments tätigen zu wollen.

Euroshop hatte bereits am Vortag seine Zahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2004 veröffentlicht. Im dritten Quartal ging der Umsatz von 12,373 auf 11,326 Mill. Euro zurück. Nach einem Fehlbetrag von 267 000 Euro im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen einen Überschuss von 3,316 Mill. Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg von 1,626 Mill. auf 4,319 Mill. Euro.

Die Deutsche Euroshop investiert in Shoppingcenter in Innenstadtlagen und an ausgewählten lukrativen Standorten. Das Management der Malls wird aber Spezialisten überlassen.

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