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Deutsche Exporte sinken im August

Der deutsche Exportmotor ist im August ins Stocken geraten. Volkswirte sehen darin ein Anzeichen für ein nachlassende Dynamik der Export-getriebenen Konjunkturerholung.

dpa-afx WIESBADEN. Der deutsche Exportmotor ist im August ins Stocken geraten. Volkswirte sehen darin ein Anzeichen für ein nachlassende Dynamik der Export-getriebenen Konjunkturerholung.

Die Ausfuhren gingen saisonbereinigt um 1,4 Prozent zum Juli auf 56,3 Mrd. Euro zurück, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Dies sei ein Plus von 12,8 Prozent zum Vorjahr. Im Juli hatte das Exportwachstum gemessen am Vormonat noch mehr als drei Prozent betragen.

Volkswirten zufolge ist der Rückgang zumindest teilweise auf die Ferienzeit zurückzuführen, die in diesem Jahr überwiegend auf den August entfiel. Dessen ungeachtet dürfte sich das Exportwachstum im dritten Quartal deutlich abschwächen, sagte Chefvolkswirt Jörg Krämer von Invesco Asset Management.

AM Tropf DER Weltwirtschaft

Im Juli und August seien die Ausfuhren insgesamt um 0,5 Prozent gestiegen und damit deutlich schwächer als im ersten und zweiten Quartal (4,7%/3,3%). "Darin könnte sich bereits das schwächere globale Wachstum widerspiegeln", sagte Krämer. Er erwartet ein Wirtschaftswachstum von 0,3 bis 0,4 Prozent im laufenden dritten Quartal nach 0,5 Prozent im zweiten Quartal.

Im August wurden Waren im Wert von 45,2 Mrd. Euro nach Deutschland eingeführt. Das ist ein geringfügiger Rückgang von 0,1 Prozent zum Juli und ein Zuwachs von 15,1 Prozent gemessen am Vorjahresmonat. "Die stärkere Zunahme der Wareneinfuhren sowie die zuletzt positive Entwicklung bei den Einzelhandelsumsätzen deuten darauf hin, dass sich die Inlandsnachfrage zunehmend belebt", heißt es in einer Analyse der Commerzbank.

Handelsbilanz

Die deutsche Handelsbilanz wies im August einen Überschuss von 11,1 Mrd. Euro auf. Im Juli hatte der Überschuss 13,6 Mrd. Euro betragen. Die Leistungsbilanz schloss nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank mit einem Überschuss von 0,9 Mrd. Euro ab (Juli: 1,7 Mrd).

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