Deutsche Exporteure profitieren vom schwachen Euro
Bayer sieht sich nicht im Sog von DuPont

Die Bayer AG hat trotz der Gewinnwarnung von DuPont die eigene Gewinnerwartung für 2000 bekräftigt. Dennoch verliert die Bayer-Aktie am Freitag spürbar an Wert.

Reuters LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer AG hat trotz einer Gewinnwarnung des amerikanischen Chemieriesen DuPont seine eigene Gewinnerwartung für 2000 bekräftigt. "Wir haben unsere Zielsetzung nicht verändert", sagte ein Konzernsprecher am Freitag in Leverkusen. Nach den bislang veröffentlichten Konzernplanungen soll das operative Ergebnis in diesem Jahr um mindestens zehn Prozent zulegen. DuPont hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, die Ergebniserwartungen für das laufende Jahr nicht erfüllen zu können und dies mit steigenden Preisen für Vorprodukte und dem schwachen Euro begründet.

Bayer sei mit DuPont nur bedingt vergleichbar, sagte der Bayer-Sprecher weiter. Anders als DuPont erwirtschafte man inzwischen 60 % des operativen Gewinns nicht in der Chemiesparte, sondern in den Geschäftsfeldern Gesundheit und Landwirtschaft. Von einem schwachen Euro profitiere ein deutscher Exporteur naturgemäß, während er einen amerikanischen tatsächlich belaste.

Die Bayer-Aktie verlor am Freitag spürbar an Wert. Am späten Nachmittag notierte sie mit 44,15 Euro um 3,81 % niedriger. BASF wurden bei 41,55 Euro um 2,6 % niedriger gehandelt. Der Chemieanalyst der Investmentbank UBS Warburg, Jeffrey Cianci, erklärte, die von DuPont angeführten Belastungen hätten viele Unternehmen, die für ihr Geschäft Öl und Gas brauchten. In der Chemieindustrie wird Öl zu Herstellung so genannter Vorprodukte verwendet, aus denen dann unter anderem Kunststoffe hergestellt werden.

Der Ölpreis ist seit Monaten stetig gestiegen. Am Freitag kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent in London 33,50 $ je Barrel. Am Vortag hatte der Preis mit 34,60 $ je Barrel (159 Liter) ein Zehn-Jahres-Hoch erreicht.

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