Deutsche Fahrer im Peloton
Armstrong gibt Gelbes Trikot kampflos preis

Eine fünfköpfige Ausreißer-Gruppe hat auf der heutigen fünften Etappe dem Hauptfeld das Fürchten gelehrt. Allen voran Stuart O' Grady von Cofidis, der den großen Vorsprung zu seinen Gunsten nutzen konnte und die Etappe gewann. Der Franzose Voeckler vom Team La Boulangère trägt neben dem Gelben Trikot nun auch das Weiße Trikot des besten Jungprofis.

CHARTRES. Noch besitzt das Gelbe Trikot für Lance Armstrong keinen besonderen Wert. So schnell er es am Vortag durch eine Gala- Vorstellung beim Team-Zeitfahren erobert hatte, so schnell gab es der Texaner am Donnerstag ohne Gegenwehr wieder ab. Der neue Mann in Gelb, Thomas Voeckler aus Frankreich, und der australische Tagessieger Stuart O'Grady, der Schnellste auf der 5. Etappe zwischen Amiens und Chartres nach 200,5 km, waren die großen Gewinner am Donnerstag. Sie hatten sich zusammen mit drei weiteren Fahrern 16 km nach dem Start abgesetzt und retteten einen Vorsprung von über 12 Minuten ins Ziel. Der Zeitabstand zwischen Armstrong und seinem Herausforderer Jan Ullrich von 55 Sekunden zu Gunsten des fünffachen Toursiegers änderte sich nicht.

Die fünf Ausreißer, unter ihnen der Däne Jakob Piil aus der CSC- Mannschaft, der es schon mehrmals auf eigene Faust versucht hatte, bildeten früh eine Fahrgemeinschaft. Sie harmonierten beim augenblicklichen Tour-Wetter mit Dauerregen und Temperaturen um 15 Grad gut und steigerten ihren Vorsprung ständig. 75 km vor dem Ziel lagen sie über 17 Minuten in Front und konnten aufs Durchkommen hoffen. 38 km vor Chartres waren es noch 15 Minuten.

Nach dem ersten Drittel ihrer Flucht profitierten sie von einem Sturz im Hauptfeld, in den auch vier Fahrer aus Armstrongs US-Postal- Team verwickelt waren. Deshalb ließ der Tour-Patron aus Texas das Tempo am Kopf des Feldes kurzzeitig drosseln. Sein spanischer Team- Kollege Manual Beltran musste sogar am Wagen des Rennarztes behandelt werden. Aber auch, als sich alle wieder versammelt hatten, wurde die Geschwindigkeit für die Verfolgung der Fünf nicht wesentlich erhöht. Den Topfahrern steckten offensichtlich die zwei vergangenen Renntage in den Beinen.

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