Deutsche Finanzdienstleister zu unattraktiv
Finanzwertefonds: Schwere Hypothek für Joe

Der zuletzt ungeliebte Vorstandschef Rolf-Ernst Breuer ist weg, die Antipathie der Anlageprofis für die Aktie der Deutschen Bank dagegen wird wohl noch eine Weile bleiben.

DÜSSELDORF. Viel Arbeit kommt auf den neuen Boss Josef "Joe" Ackermann zu, um auch die Fondsmanager zu überzeugen. Derzeit jedenfalls stehen andere Institute wie Citigroup, BNP Paribas und Société Générale auf deren Favoritenliste. Deutsche Finanzdienstleister sucht der Anleger dagegen meist vergebens: Zu unattraktiv, weil zu ineffizient, seien die heimischen Geldhäuser, klagen die Börsenprofis. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Mummert + Partner entstehen bei deutschen Großbanken auf 100 Euro Ertrag etwa 80 Euro Kosten. Im EU-Durchschnitt sind es nur 60 Euro.

Merrill Lynch Financial Services, bester Finanzwertefonds der vergangenen zwölf Monate, hat sich mehr dem US-Markt verschrieben. Mit mehr als 70 Prozent nordamerikanischen Finanzdienstleistern im Portfolio legte der Fonds im Jahresvergleich 5,8 Prozent zu. Der Versicherer American International Group, der Finanzkonzern Citigroup und die Bank Wells Fargo sind die größten Einzelwerte.

Von Zuwachsraten wie beim Merrill-Lynch-Fonds kann der neue Vorstandschef Ackermann nur träumen. Die Aktie der Deutschen Bank büßte in den vergangenen zwölf Monaten 16,4 Prozent ein. Um harte Einschnitte beim Personal wird er nicht herumkommen, will er die Kosten nach unten drücken. Dann könnten auch die Fondsmanager wieder zugreifen und den Kurs zusätzlich pushen.

Quelle: Wirtschaftswoche

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