Deutsche Firmen vor allem auf heimischen Markt aktiv
Zahl der europäischen Firmenehen schnellt in die Höhe

Nach einer Studie von Thomson Financial wurden rund 4 500 Fusionen und Übernahmen im Volumen von 655,7 Mrd. US $ mit ausschließlich europäischer Beteiligung geschlossen.

afp FRANKFURT. Die Zahl der europäischen Firmenehen ist im vergangenen Jahr rapide in die Höhe geschnellt. Nach einer am Donnerstag in Frankfurt am Main veröffentlichten Studie von Thomson Financial wurden rund 4 500 Fusionen und Übernahmen im Volumen von 655,7 Mrd. US $ (713,3 Mrd. Euro/1,395 Billionen DM) mit ausschließlich europäischer Beteiligung geschlossen. Dies entspreche gegenüber 1999 einem Zuwachs von 60,3 Prozent. Die deutschen Unternehmen sind der Studie zufolge aber am stärksten auf dem heimischen Markt aktiv. Bei insgesamt 1 570 innerdeutschen Fusionen sei ein durchschnittlicher Kaufpreis von 49,1 Mill. US $(53,4 Mill. Euro/104,4 Mill. DM) erzielt worden.

Trotz des starken Zuwachses an europäischen Fusionen ist für die deutsche Wirtschaft neben dem heimischen der US-Markt am wichtigsten. Insgesamt seien deutschen Firmen dort 129 Mal als Käufer aufgetreten und hätten für eine Übernahme durchschnittlich 533,5 Mill. US-$ (580,3 Mill. Euro/1,135 Mrd. DM) gezahlt. Im europäischen Ausland ist Großbritannien der bedeutendste Markt für deutsche Firmen. Diese sind ihrerseits in Großbritannien und Frankreich besonders begehrt. Britische Firmen erwarben demnach 84 deutsche Unternehmen.

Die Rangliste der weltweit aktivsten Käufer führte im vergangenen Jahr der Internet-Provider AOL an. Das Unternehmen kam demnach auf zwölf Übernahmen im Gesamtvolumen von 190 Mrd. US-$ (206,8 Mrd. Euro/404,5 Mrd. DM). Ausschlaggebend für den Spitzenplatz sei die Übernahme der Mediengruppe Time Warner, die als weltweit größte Transaktion des vergangenen Jahres allein mit einem Kaufpreis von 181,6 Mrd. US-Dollar (197,5 Mrd. Euro/386,3 Mrd. Mark) zu Buche geschlagen sei.

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