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Deutsche KFOR-Soldaten in Mazedonien beschossen

Unbekannte haben in Mazedonien in der Nacht zu Freitag nach offiziellen Angaben einen Konvoi mit deutschen KFOR-Soldaten beschossen. Niemand sei dabei verletzt worden, teilte das Bundesverteidigungsministerium in Berlin mit.

rtr SKOPJE. Der Vorfall habe sich am Donnerstag gegen 22.00 Uhr zwölf Kilometer westlich der Hauptstadt Skopje ereignet. Drei Fahrzeuge des Heeres seien mit leichter Munition beschossen und dadurch beschädigt worden. Die im benachbarten Kosovo eingesetzte und von der NATO geführte KFOR hat etwa 3000 Mann Versorgungstruppen in Mazedonien stationiert. Dort brach im Februar ein Konflikt zwischen der albanischen Minderheit und der Regierung aus. Die NATO hat für Mazedonien einen Waffenstillstand vermittelt, der seit Freitag in Kraft ist.

Ein Sprecher der NATO sagte, es müsse klar sein, dass sich die KFOR-Truppen verteidigen werden. Die Waffenruhe müsse von allen Seiten respektiert werden, wenn es in Mazedonien Fortschritte in Richtung Frieden geben solle. Die Allianz hat sich bereit erklärt, eine politische Lösung in Mazedonien abzusichern, etwa durch die Entwaffnung der Albaner. Sie hat dafür einen Einsatz von 3000 Mann für 30 Tage geplant. An dem Einsatz werden sich möglicherweise auch Soldaten der Bundeswehr beteiligen. NATO und Bundesregierung machen eine tragfähige politische Lösung zur Voraussetzung eines Einsatzes.

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