Deutsche Klubs zwischen Hoffen und Bangen
Die Zitterpartie für Bayer und Bayern geht weiter

Dass es schließlich auch noch ein Trauerspiel wurde, was der mehrmalige deutsche Vizemeister am Mittwochabend beim überaus glücklichen 2:1-Sieg seinen Fans bot, damit hatte der Leverkusener Abwehrrecke wohl nicht gerechnet.

him DÜSSELDORF. Doch nach den Abgängen von Michael Ballack und Zé Roberto hat das Werksteam ein spielerisches Allzeittief erreicht. Wurde in der vergangenen Saison noch Manchester United in der Champions League an die Wand gespielt, so zeigte die Bayer-Elf gegen Haifa Angsthasen-Fußball auf Zweitliga-Niveau.

Die Angst der Kicker ließ sich dabei schon an der Körperhaltung erkennen. Nach dem Kopf-nach-unten-Prinzip, das Oliver Neuville so perfekt beherrscht, versuchte die Leverkusen-Elf, den so wichtigen Sieg und Platz zwei in der Gruppe F hinter Manchester zu erringen. Dass dies am Ende gelang, hat Bayer auch Haifas Schlussmann Dudu Awate zu verdanken. Der irrte bei beiden Gegentreffern höchst unelegant durch den Fünfmeter-Raum. Dankbar mussten die Leverkusener Kicker ebenfalls dafür sein, dass die gegnerische Sturmabteilung eine Reihe von Großchancen ungenutzt ließ

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Eine große Chance verspielte auch der deutschen Rekordmeister Bayern München durch die 1:2-Niederlage beim AC Mailand. Mit nur einem Punkt aus vier Spielen sind die Bayern Gruppenletzter. Das Starensemble von der Isar braucht nun ein kleines Wunder, um noch die zweite Runde der Champions-League zu erreichen. Doch wenn in den nächsten beiden Spielen gegen Deportivo La Coruña und den RC Lens alles schief läuft, könnte Bayern sogar die Teilnahme am "Cup der Verlierer" verpassen, wie Bayern-Ikone

Franz Beckenbauer den Uefa-Cup gerne bezeichnet.

Bekanntlich stirbt aber die Hoffnung zuletzt. Und deswegen verbittet sich Bayern-Manager Uli Hoeneß auch jeden Pessimimus. "Die Situation ist nach wie vor offen. Es sind alle Möglichkeiten da: ganz rauszufliegen, den Uefa-Pokal zu schaffen oder in der Champions League weiterzukommen". An der Leistung der Bayern gegen die AC-Mailand-Stars um Inzaghi und Seedorf hat es nicht gelegen. Die Münchener boten einen hochklassigen Schlagabtausch. Doch das allein reichte nicht gegen die passgenauen Mailänder.

Pech auch für Bayern, dass Torwart Oliver Kahn wegen einer Muskelverletzung vom Platz musste. Beim nächsten Heimspiel gegen Hannover ist der Torwart-Titan damit nicht dabei. Hoeneß macht das keine Angst: "Gegen Hannover wird es auch so reichen."

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