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Deutsche lieben das Leben mehr als die Arbeit

Jeder zweite Deutsche ginge nicht mehr arbeiten, wenn es auch ohne Arbeitslohn zum Leben reichte. Das geht aus einer internationalen Studie hervor, die die Werbeagentur Euro Rscg Worldwide in Düsseldorf veröffentlichte.

dpa DÜSSELDORF. Jeder zweite Deutsche ginge nicht mehr arbeiten, wenn es auch ohne Arbeitslohn zum Leben reichte. Das geht aus einer internationalen Studie hervor, die die Werbeagentur Euro Rscg Worldwide in Düsseldorf veröffentlichte.

In ihrer Arbeitsunlust werden die Deutschen nur noch von den Engländern übertroffen: Auf der Insel schmissen sogar 57 % aller Erwerbstätigen die Brocken hin, wenn sie nicht auf den monatlichen Gehaltscheck angewiesen wären.

Mehr Freude an der Arbeit als die Europäer haben demnach offenkundig Inder und Chinesen: Nur rund 30 % der arbeitenden Menschen im Reich der Mitte können sich ein Leben ohne Erwerbsarbeit vorstellen. Im Gegenteil: Doppelt so viele Chinesen wie Deutsche ziehen aus der Arbeit sogar die meiste persönliche Befriedigung. Die Workaholics-Hitliste aber führen weltweit die Inder an: 82 % sehen in der Arbeit die wichtigste Quelle für die persönliche Zufriedenheit. In Deutschland sieht das lediglich jeder siebte so.

Bei den Deutschen bleibt dagegen eine typische Tugend ausgeprägt: die Gründlichkeit. Lediglich 18 % tun nach eigener Aussage nur das, was man unbedingt muss. Mehr als jeder zweite lehnt diese Arbeitsauffassung ab. Im europäischen Vergleich haben die Franzosen den Deutschen aber hierbei längst den Rang abgelaufen: Lediglich knapp über zehn Prozent unserer Nachbarn tun nur das Nötigste, aber stolze 70 % sind mit mehr Eifer bei der Sache.

Die "Prosumer Pulse Studie" der Euro Rscg Worldwide wird kontinuierlich zur Untersuchung des Konsum- und Sozialverhaltens in den wichtigsten Industrienationen erhoben. Allein in Deutschland seien mehr als 3000 Menschen befragt worden, teilte die Agentur mit.

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