Deutsche lieben ihr Pferde - und zahlen dafür

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Deutsche lieben ihr Pferde - und zahlen dafür

Der Pferdesport ist weiter auf dem Vormarsch. Elf Millionen Bundesbürger interessieren sich fürs Reiten. Sie geben alles in alles Milliardensummen für ihr Hobby aus.

sgr WARENDORF. Der Pferdesport in Deutschland war, ist und bleibt ein Wachstumsmarkt. In einer aktuellen Marktanalyse hat der Dachverband Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) Zahlen, Daten und Fakten zusammengetragen. Mit diesem Material belegt der siebtgrößte Sportverband in Deutschland seine wirtschaftliche Bedeutung: Danach klettern hier zu Lande regelmäßig mehr als 1,2 Millionen Menschen auf das hohe Ross, 90 Prozent von ihnen sind Frauen. Die Untersuchung ergab ferner, dass weitere 870 000 Menschen gerne reiten würden. Rechnet man zu den Vereinsmitgliedern Jugendliche unter 14 Jahre hinzu, die in Marktuntersuchungen nicht befragt werden, so ergibt sich eine Gesamtzahl von gut 1,6 Millionen regelmäßig aktiven Pferdesportlern. Generell am Thema Pferd intessiert sind über elf Millionen Menschen.

Durchschnittlich lässt sich jeder Reiter seine Leidenschaft für den Vierbeiner monatlich mehr als 200 Euro kosten. Hochgerechnet sind das allein schon rund drei Milliarden Euro, wobei Kosten für die Anschaffung des Pferdes, das Honorar des Tierarztes, Versicherungen, den Hufbeschlag und den Transport, Bücher oder Reiterferien noch nicht eingerechnet sind. Kein billiges Vergnügen: Reiter verfügen daher auch über ein durchschnittliches monatliches Haushaltsnettoeinkommen von rund 2000 Euro. Reitsport ist eine so genannte Lifetime-Sportart: 61 Prozent der in Vereinen organisierten und 48 Prozent der Nicht-Mitglieder reiten bereits zehn Jahre und länger.

Neben den 7 000 Reitvereinen sind heute 2 300 gewerbliche Betriebe, die beispielsweise Unterricht oder Reiterferien anbieten, bei der FN registriert. Insgesamt, so die Schätzung, gibt es in Deutschland 4 000 Turniere pro Jahr.

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