Deutsche Manager in USA sind zuversichtlich
Anschläge haben Firmen nicht abgeschreckt

Vier Fünftel der befragten Manager rechnen damit, dass sich die US-Wirtschaft im kommenden Jahr erholen wird. Entsprechend positiv fallen Umsatz- und Ertragerwartungen der deutschen Unternehmen aus: die Mehrzahl erwartet ein Umsatzplus von 5 % und einen Gewinnanstieg von 3 % in 2003.

tor NEW YORK. Nur ein Viertel der Befragten glaubt, dass die Terroranschläge die US-Wirtschaft stark beeinflusst haben. Die Mehrzahl (49 %) sieht das Geschäft nur mittelmäßig tangiert. "Über 90 % der deutschen Niederlassungen haben zwar Einsparungen vorgenommen und Investitionsvorhaben auf Eis gelegt", sagt Werner Walbröl, Präsident der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in New York, "aber im Gegensatz zu vielen US-Firmen sind die grundlegenden Unternehmensstrukturen intakt geblieben." Die deutschen Unternehmen seien damit bestens aufgestellt für den kommenden Aufschwung. Die Handelskammer hat die Umfrage im August gemeinsam mit der Unternehmensberatung Droege durchgeführt.

Spurlos ist die Rezession jedoch auch an den deutschen Tochtergesellschaften nicht vorbeigegangen. Etwa 60 % haben ihre Budgets gekürzt und ihr Investitionsvolumen der niedrigeren Nachfrage angepasst. Dennoch fordern mehr als 90 % der befragten Geschäftsführer ihre Mutterhäuser in Deutschland auf, "jetzt in den USA zu investieren". Drei Viertel der deutschen US-Niederlassungen wollen denn auch an ihrer Expansionspolitik festhalten und dabei die günstige Marktsituation für Zukäufe nutzen. Viele US-Firmen gelten nach dem Einbruch an den Aktienmärkten als unterbewertet.

Überraschend gut geschlagen haben sich nicht nur die Firmen der Pharma- und Automobilbranche, in denen die Deutschen traditionell wettbewerbsstark sind. "Viele Firmen speziell in den Bereichen Chemie, Medizintechnik und Stahl meistern die derzeitige Krise mit bemerkenswerter Bravour", sagt Andreas Back, Chef von Droege.

Am stärksten haben die deutschen Niederlassungen mit Einsparungen auf die wirtschaftliche Flaute in Amerika reagiert. Einen regelrechten Investitionsstopp hat jedoch nur die Hälfte der befragten Unternehmen verhängt. Ebenso viele haben Mitarbeiter entlassen. Mehr als 40 % haben ihre Marketinganstrengungen verstärkt, um der Flaute entgegenzuwirken. Etwa drei Viertel der Firmen bewerten die Maßnahmen als erfolgreich.

Quelle: Handelsblatt

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