Deutsche Politik
Das Ende einer politischen Epoche

Vor dreißig Jahren trat Willy Brandt als Bundeskanzler zurück - über die Umstände wird bis heute diskutiert.

Seit Stunden halten sich die Gerüchte. Erst in der Nacht kommt die Gewissheit. Bundeskanzler Willy Brandt ist zurückgetreten. Es ist der 6. Mai 1974. Ein Tag, der eine Ära schlagartig beendet.

Minutiös rekonstruiert Hermann Schreiber in seinem Buch "Kanzlersturz" die dramatischen Stunden. Wer mit wem gesprochen, welche Runde wann und wo getagt hat - all dies liest sich wie ein guter Polit-Thriller.

Aber das Leben Willy Brandts und die Spionageaffäre um seinen Referenten Günter Guillaume liefern noch weiteren Stoff für die literarische Aufarbeitung. Zum Beispiel das Dreiecksverhältnis der SPD-Größen Willy Brandt, Herbert Wehner und Helmut Schmidt. Eine "Troika wider Willen" sei es gewesen, schreibt der Historiker Martin Rupps in seinem gleichnamigen Buch. Er erzählt die Geschichte dreier Männer, die zutiefst unterschiedlich waren, aber über Jahrzehnte sozialdemokratische Politik prägten. "Die drei sind allesamt keine Kumpeltypen, keine Karrieristen, keine geborenen Sieger", schreibt Rupps. "Sie sind überdurchschnittlich intelligent und verletzbar - das macht sie zu Außenseitern von früher Jugend an."

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