Deutsche Politiker schauen neidisch nach Übersee
Von Obama lernen heißt siegen lernen?

Mit großen Augen haben deutsche Politiker den US-Wahlkampf verfolgt, in Scharen waren sie zum Parteitag der Demokraten gepilgert. Soviel Begeisterung, so viele Jung- und Neuwähler - hat Barack Obama womöglich neue Wege gefunden, die auch für unsere verkrustete Parteilandschaft ein Vorbild sein kann?

CHICAGO. "Die politischen Systeme ist sehr unterschiedlich, die politische Kultur ebenfalls - aber ein paar Sachen könnten unsere Politiker schon von Barack Obama lernen", sagt Julius van de Laar. Er kann das besser beurteilen als jeder andere Deutsche, denn der junge Politikwissenschaftler hat mitten drin gesteckt in der Obama-Bewegung. Politische Internet-Experten wie Christoph Bieber bestätigen diese Einschätzung.

Eigentlich war Julius van de Laar zum Basketballspiel in die USA gekommen. Doch dann geriet er mitten in die Obamamania hinein - und bald war der 25-Jährige als Youth Vote Director dafür verantwortlich, dass im heiß umkämpften Bundesstaat Missouri möglichst viele junge Wähler an die Urnen gingen. Bis heute ist das Rennen in dem Staat noch nicht offiziell entschieden und wird wohl sehr knapp an John McCain gehen. Doch wenn nur die Jugend hätte abstimmen dürfen wäre das Ergebnis eindeutig: 60 Prozent für Barack Obama, 40 Prozent für John McCain.

Aus seiner Erfahrung könnten deutsche Politiker in den USA vor allem lernen, wie man eine breite Basisbewegung auf die Beine stellt und zum Erfolg führt, sagt Laar. Im Zentrum stünden dabei nicht politische Inhalte und Programm - sondern Organisationstechnik und das Internet. Vorbildlich und auch ein Modell für Deutschland sei die Art und Weise, mit der die Obama-Leute ihre Kontakte aufgebaut, bearbeitet und nach verfolgt haben.

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