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Deutsche Post baut 8 000 Stellen ab

Die Deutsche Post wird aus Kostengründen bis zum Jahr 2004 rund 8 000 Stellen im Fahrdienst abbauen. Das sehe eine Einigung mit der Gewerkschaft Verdi und dem Gesamtbetriebsrat vor, bestätigte der Konzern am Dienstag in Bonn.

dpa-afx BONN. Die Stellkürzungen sollen danach ausschließlich sozialverträglich und ohne Entlassungen erfolgen. In einer ersten Meldung war ursprünglich von 7 500 Stellen die Rede.

Im Fahrdienst, der künftig zum größten Teil ausgelagert werden soll, gibt es bislang rund 12 500 Stellen. Die Vereinbarungen sähen auch vor, dass die restlichen 4 500 Stellen über das Jahr 2004 hinaus und mindestens bis Ende 2007 beibehalten werden.

Zunächst hatte die Post eine zügige Streichung sämtlicher eigener Fahrdienststellen in Erwägung gezogen, war damit aber aufgewerkschaftlichen Widerstand gestoßen. Die Einigung mit denSozialpartnern banne auch eine Streikgefahr, hieß es von der Post. Regionale Protestaktionen von Beschäftigten der Post seien nun nicht mehr zu erwarten.

Die Post rechnet durch die Verringerung ihres Fuhrparks (Personal- und fixe Kosten) mittelfristig mit einem Einsparvolumen von jährlich mehr als 100 Mill. ?. Im Zuge einer Umstrukturierung sollen große Teile des Transportbereichs an Speditionen fremd vergeben werden. Die Kunden-Zustellung soll auch künftig nur durch eigene Post-Mitarbeiter erfolgen.

Mit der Einigung habe die Post grünes Licht für diesen Schritt, erläuterte ein Sprecher. Im Jahr 2001 gebe es nur ein Stellenabbau im Rahmen der natürlichen Fluktuation - vorwiegend durch Ruheständler, deren Stellen nicht mehr besetzt würden. Von 2002 an werde mit dem jetzt vereinbarten Abbau begonnen. Betroffen sind überwiegend Beschäftigte im regionalen Fahrdienst zwischen Briefsammel- und Briefverteilzentren. Auch von Versetzungen soll Gebrauch gemacht werden. Betriebsbedingte Kündigung sind bei der Post bis Ende 2004 tarifvertraglich ausgeschlossen.

Im gesamten Konzern Deutsche Post World Net gab es Ende März 2001 rund 276 000 Mitarbeiter. Davon waren in dem früheren Staatsunternehmen noch rund 70 000 Beamte. Der letzte Post-Beamte wird voraussichtlich im Jahr 2040 in Pension gehen.

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