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Deutsche Post senkt Tarife - Porto für Standardbrief und Karte bleibt

Die Deutsche Post wird ihre Tarife für einige Briefsendungen im kommenden Jahr senken. In seinem wichtigsten Markt rüttelt der Gelbe Riese aber nicht am Porto. So kostet der Standardbrief weiterhin 55 Cent, das Porto für die Postkarte bleibt bei 45 Cent.

dpa-afx BONN. Die Deutsche Post wird ihre Tarife für einige Briefsendungen im kommenden Jahr senken. In seinem wichtigsten Markt rüttelt der Gelbe Riese aber nicht am Porto. So kostet der Standardbrief weiterhin 55 Cent, das Porto für die Postkarte bleibt bei 45 Cent.

Beobachter kritisieren, dass die Bemühungen um eine Liberalisierung des Briefmarktes derzeit auf Nebenschauplätze ausgewichen seien, denn die Post macht mit dem Standardbrief und der Postkarte noch immer den größten Teil ihres Brief-Umsatzes. Durch die neuen Tarife verliert der Konzern nach eigenen Angaben nun Erlöse in Höhe von 50 Mill. Euro. In den ersten neun Monaten dieses Jahres hatte der Konzern und seine Töchter insgesamt 31,714 Mrd. Euro erwirtschaftet, im gesamten vergangenen Jahr waren es 40,017 Mrd. Euro.

Änderungen

Änderungen ergeben sich für den Kompaktbrief, der ab dem 1. Januar in Deutschland statt bisher 1 Euro dann 0,95 Euro kosten soll. Die Preissenkung gilt auch für Sendungen ins europäische Ausland. Nach Angaben der Post wird die Preisgestaltung beim Maxibrief künftig unter anderem durch die Verringerung der Zahl der Gewichtsstufen und einer Angleichung der Preise vereinfacht. So sollen die Preise für den Maxibrief von 500 bis 1 000 Gramm für Sendungen innerhalb Europas von derzeit zehn auf dann acht Euro sinken. Bei Lufttransporten in die übrige Welt müssen Kunden hier künftig 18 statt bisher 20 Euro zahlen, beim Landtransport sinkt der Preis von zehn auf acht Euro.

Gleichzeitig entfalle künftig für Geschäftskunden im Direktmarketing das Entgelt für maschinenlesbare Werbeantworten (bisher sechs Cent). Das erhöhte Werbeantwortentgelt für nicht maschinenlesbare Sendungen werde auf 25 Cent (bisher 26 Cent) gesenkt. Für Geschäftskunden ist die Werbeantwort ein wichtiger Bestandteil einer Aussendung, ihr Rücklauf macht den Erfolg messbar.

Behörde Muss Tarife Genehmigen

Die Regulierungsbehörde hatte am Dienstag die neuen Tarife genehmigt. Die Post muss sich jährlich ihre neuen Preisvorstellungen von den Wettbewerbshütern absegnen lassen. Die neuen Tarife gelten das komplette Jahr, das heißt in diesem Fall bis zum 31. Dezember 2005. Wie in den Vorjahren wurden die Portopreise auf der Grundlage der von der Regtp im Jahr 2002 festgelegten Rahmenbedingungen genehmigt (so genanntes Price-Cap-Verfahren).

Hierzu hatte die Regulierungsbehörde Briefdienstleistungen in drei Körben zusammengestellt. Dabei gibt es einen Korb M für Postdienstleistungen im Monopol, einen Korb W für Postdienstleistungen im Wettbewerbsumfeld und einen Korb T für Postalische Teilleistungen. Für diese Körbe hatte die Behörde in ihrer ersten Entscheidung im Jahr 2002 die Maßgrößen für die Entgeltänderung festgelegt. So ergeben sich die Änderungen aus der Differenz zwischen Inflationsrate und Produktivitätsfortschrittsrate.

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