Deutsche Post Tagessieger - Infineon im Plus
Dax schließt knapp behauptet

Mit einer Berg- und Talfahrt haben die Aktien des Chipherstellers Infineon im Vorfeld der US-Zinsentscheidung am Mittwoch das Geschehen am deutschen Aktienmarkt bestimmt. Der Dax schloss mit einem Minus von 0,25 Prozent bei 5 833 Punkten.

Reuters FRANKFURT. Das Papier war im frühen Handelsverlauf um mehr als fünf Prozent auf ein neues Rekordtief von 25,84 Euro eingebrochen, nachdem die Vorbereitungen zur Kapitalerhöhung begonnen hatten. Aus technischen Gründen erholten sich die Aktien nachmittags und verbuchten ein Plus von zeitweise knapp vier Prozent. Unter deutlichen Abschlägen litten dagegen die Aktien der Infineon-Mutter Siemens, die angesichts von Spekulationen über eine Herabstufung mehr als drei Prozent fielen. Die Aktien von Bayer reagierten dagegen kaum mehr auf die am Morgen bekannt gegebene Gewinnwarnung.

Im Vorfeld des Treffens der US-Notenbank sei der Handel ansonsten impulslos gewesen, sagte Jens Fischer, Aktienhändler beim Wertpapierhaus Schnigge. Die US-Notenbank hatte erst nach Börsenschluss in Frankfurt bekannt gegeben, die Leitzinsen in den USA um 25 Basispunkte zu senken.

Im Dax standen erneut die Aktien von Infineon im Mittelpunkt. "Die Aktie ist stark ausgebombt", sagte ein Händler. "Das sind Kursstände, die man selten sieht, und da ist eine Erholung überfällig." Noch im frühen Handelsverlauf hatten Infineon-Aktien um mehr als fünf Prozent nachgegeben, nachdem die Vorbereitungen für eine Kapitalerhöhung begonnen hatten. Die Titel schlossen mit einem Wertzuwachs von 2,5 Prozent bei 28,08 Euro.

An die Spitze der Verlierer setzten sich die Aktien des Infineon-Mutterkonzerns Siemens, die um 3,25 Prozent auf 69,44 Euro nachgaben. Händler sagten, die Aktien würden neben der Nachrichtenlage bei Infineon von einer für Donnerstag anberaumten Analystenkonferenz zu einigen Teilbereichen belastet. "Morgen steht eine Analystenkonferenz an, und die Mehrheit geht davon aus, dass man schlechte Nachrichten bekannt geben wird", sagte Markus Leucht, Aktienhändler bei Finacor. Ein Siemens-Sprecher wies derweil darauf hin, dass es bei der Analystenkonferenz nicht um die aktuelle Situation des Gesamtkonzerns gehe. "Es ist eine turnusmäßige Konferenz, bei der sich die Bereiche mit ihren Aktivitäten den Investoren und Analysten vorstellen", sagte der Sprecher. Zudem sagten Händler, die Deutsche Bank habe ihre Prognose für den Gewinn je Aktie gesenkt. Dies habe zusätzlich den Kurs gedrückt.

Die Aktien von Bayer drehten am Nachmittag ins Plus und schlossen um 0,8 Prozent fester bei 43,69 Euro, obwohl der Chemie- und Pharmakonzern eine Gewinnwarnung ausgegeben hatte. "Es wurde erwartet, dass Bayer nach der Gewinnwarnung BASF mit einer entsprechenden Mitteilung folgen würde", sagte Boris Boehm, Fondsmanager bei Nordinvest. In den vergangenen Tagen hatte die Bayer-Aktie nach den Gewinnwarnungen von BASF und dem US-Konzern Merck bereits deutlich nachgegeben."

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