Deutsche Rotweine akzeptabel
Schlechte Noten für „Einstiegsweine“

Die in Supermärkten angebotenen "Einstiegsweine" zum Flaschenpreis bis 3 Euro sind zu einem beträchtlichen Teil nicht empfehlenswert. Zu diesem Ergebnis kamen Experten, die auf Einladung eines Fachblatts 292 bundesweit angebotene Rebensäfte in dieser Preisklasse verkosteten.

HB/dpa MAINZ. Jeder fünfte Wein habe mehr oder weniger schwerwiegende Mängel aufgewiesen, berichtete die Zeitschrift "Weinwirtschaft" (Verlag Meininger, Neustadt/Weinstraße) in ihrer neuen Ausgabe.

Von den Weißweinen lasse sich ein Drittel durchaus empfehlen, ein weiteres Drittel sei gerade noch akzeptabel und das letzte Drittel "sollte man am besten vergessen". Diese schlechte Bilanz geht weniger auf die getesteten deutschen Weißweine zurück, bei denen vor allem Literweine der Rebsorte Müller-Thurgau beachtlich abschnitten. Bei den französischen Weißweinen fiel jeder fünfte mit geschmacklichen Mängeln durch; bei italienischem Prosecco wurde schimmeliger Geruch bemängelt. Weißweine aus Übersee, unter anderem aus Chile, schwächeln im Billigsegment. Bester dieser Herkunft: Chenin aus Südafrika.

Die schlechte Gesamtbilanz des Tests sei nicht zuletzt auf die Ergebnisse bei ausländischen Rot- und Rosé-Weinen zurückzuführen. Jeder siebte dieser Billig-Weine gehöre nicht in ein Regal. Bei spanischen Roten seien bei jeder vierten Probe Mängel aufgetaucht. Überwiegend nicht gut schnitten Rote aus Italien und Frankreich ab. Ausnahmen: Bardolino und Chianti sowie aus Frankreich der billigste Rote, ein Vins de Pays de l'Herault.

Erfreulich die Bilanz der wenigen deutschen Rotweine in der unteren Preisklasse: Bis auf einen "muffigen" Spätburgunder waren die Tropfen nach Einschätzung der Tester "in Ordnung".

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