Deutsche Schuhindustrie beklagt Umsatzrückgang von 8 Prozent
Preise für Schuhe klettern leicht

ap DÜSSELDORF. Die Verbraucher müssen sich im laufenden Jahr auf leichte Preiserhöhungen beim Schuhwerk einstellen. Nach Angaben des Hauptverbandes der Deutschen Schuhindustrie sollen die Anhebungen für modische und qualitativ hochwertige Produkte jedoch moderat ausfallen. Im vergangenen Jahr lagen die Ausgaben eines Vier-Personen Haushalts in Westdeutschland bei rund 744 DM, in Ostdeutschland bei etwa 624 DM.

Der Vorsitzende des Verbandes, Roland Bieger, beklagte im Vorfeld der Internationalen Schuhmesse "GDS" heute in Düsseldorf Umsatzrückgänge der deutschen Schuhindustrie im ersten Halbjahr von knapp acht Prozent auf 3,03 Mrd. DM. Vor allem die Umsätze im Inland gingen um zehn Prozent gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres zurück, sagte Bieger. Dagegen griffen die Verbraucher im Ausland in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres verstärkt zu deutschen Schuhen.

Die Schuhausfuhren stiegen gegenüber dem Vergleichszeitraum 1999 um 12,4 % auf 29,1 Mill. Paar an. Der Wert der deutschen Schuhexporte erhöhte sich um 12,2 % auf 1,05 Mrd. DM. Die Schuheinfuhren stiegen von Januar bis Mai 2000 nach Angaben des Verbandes gegenüber dem Zeitraum des Vorjahres um 3,7 % auf insgesamt 162,3 Mill. Paar.

Nach wie vor hält die Produktionsverlagerung ins kostengünstigere Ausland an. Als deren Folge ist in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Produktion in Deutschland um sechs bis sieben Prozent zurückgegangen. Mit 76 Mill. Paar kamen 1999 nach wie vor die meisten Schuhe aus Italien nach Deutschland. China und Vietnam waren im vergangenen Jahr mit 51 beziehungsweise 49 Mill. Paar weitere wichtige Schuhlieferanten. Die bedeutendsten Abnehmerländer für deutsche Schuhe waren Österreich, die Niederlande und Frankreich.

Die deutsche Schuhindustrie zählte Ende 1999 nach eigenen Angaben noch 147 Betriebe. Die Zahl der Beschäftigten betrug zum Jahresbeginn rund 17 371. Bieger erwartet für das laufende Jahr einen weiteren Rückgang bei den Schuhherstellern und der Zahl der Beschäftigten.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%