Deutsche Skispringer fallen durch: Kasai siegt in Salt Lake City

Deutsche Skispringer fallen durch
Kasai siegt in Salt Lake City

Der Japaner Noriaki Kasai hat das Weltcup-Skispringen in Salt Lake City gewonnen. Die deutschen Teilnehmer enttäuschten erneut.

HB BERLIN. Die deutschen Skispringer haben auch zum Ende der Weltcup-Saison ein neues Debakel erlebt. Beim Sieg des Japaners Noriaki Kasai (120,5 und 122,5 Meter/233,9 Punkte) auf der Olympiaschanze in Park City belegte Michael Uhrmann als bester Deutscher den zehnten Rang. Der Rastbüchler kam auf 109,5 und 121 Meter bei 209,9 Zählern. Auf die Podiumsplätze sprangen der Schweizer Doppel-Olympiasieger Simon Ammann (234,9 Punkte) und der Norweger Tommy Ingebrigtsen (233,9).

Sven Hannawald dagegen wurde unter 50 Startern 47. «Es hat keinen Sinn mehr in dieser Saison. Ich gewöhne mich langsam an die schlechten Sprünge, aber lachen kann ich darüber nicht», so Hannawald. Für seine 96,5 Meter erhielt der entthronte Skiflug-Weltmeister 62,2 Punkte.

Neben Uhrmann erreichten nur noch Alexander Herr und Martin Schmitt das Finale der besten 30 Springer. Herr wurde mit Weiten über 109,5 und 109 Meter (183,8 Punkte) 27. Der vierfache Weltmeister Schmitt platzierte sich 107,5 und 110 Metern (181,5) gar noch zwei Plätze dahinter.

«Ich kann mit diesen Platzierungen nicht zufrieden sein», sagte Schmitt, der vor zwei Jahren auf der Schanze noch Team-Gold für Deutschland holte. Insgesamt hat der Furtwangener die Saison schon abgehakt: «In der neuen Saison geht es von vorne los.»

Während Schmitt noch den ersten Durchgang überstand, blieben Georg Späth aus Oberstdorf auf Rang 32, Stephan Hocke (34.) und Hannawald ohne zweiten Sprung. Im Gesamtklassement verteidigte der Finne Janne Ahonen seine Führung im Gesamtweltcup durch einen 14. Platz.

Während die Skandinavier weiter die Podestplätze fast unter sich ausmachen, gerät der deutsche Bunedstrainer Wolfgang Steiert weiter unter Druck. Seit der olympischen Goldmedaille im Teamspringen vor zwei Jahren flogen die Athleten des Deutschen Skiverbandes (DSV) immer weiter in die Krise.

Während Steiert vor und während der Saison Siege und «Goldene» Monate ankündigte, steht der DSV bisher mit der schlechtesten Saison seit elf Jahren da Ein Jahr vor der Heim-WM in Oberstdorf wird bereits seit Wochen Co-Trainer Peter Rohwein als Nachfolger von Steiert gehandelt.

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